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2018 episodes (19)

Film | Hardcore
Ep. 20

Film | Hardcore

Hardcore ist seinem Namen treu. Dieser Film ist nichts für seichte Gemüter. Könnte er aber sein, denn letztendlich schaffte er es mich mit seiner recht interessant gestalteten Geschichte am Bildschirm zu halten - nicht durch die überzogene Gewalt. [...] Hardcore ist seinem Namen treu. Dieser Film ist nichts für seichte Gemüter. Könnte er aber sein, denn letztendlich schaffte er es mich mit seiner recht interessant gestalteten Geschichte am Bildschirm zu halten - nicht durch die überzogene Gewalt. Diese Action verfolgen wir aus der Egoperspektive des Protagonisten Henry, der sich auf der Suche nach seiner Frau und Rache quer durch Stadt und Land ballert und prügelt. Das ist hektisch und blutig inszeniert. Aber auch technisch und choreographisch hat der Film einiges drauf. Spezialeffekte, spannende Actionsequenzen und knackige Dialoge machen Hardcore zu einem Film bei dem man nicht wegsehen kann (auch wenn manche das durchaus lieber tun würden). Die Story wirft über ihre Laufzeit einige Rätsel auf, allerdings hat man kaum Zeit nachzudenken und so hat man vielleicht manchmal das Gefühl überfordert zu sein - aber auf eine spaßige Weise. Damit will ich nicht sagen, dass der Film eine wahre Story-Granate ist. Durch seine sehr gut inszenierten Charaktere und deren Dialoge wird Hardcore allerdings Substanz und ein gewisser Reiz gegeben. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber vielleicht wäre Hardcore auch ohne seine Gimmicks, wie die Egoperspektive oder die übermäßige Brutalität, ein solider Actionfilm geworden. Mit diesen Elementen hat er sich allerdings aus der Masse hervorgehoben und wirkt zeitweise fast wie ein hochpoliertes Kunstprojekt mit einem übertrieben hohen Budget für Kunstblut. Mich hat Hardcore gefesselt und mir über die gesamte Laufzeit Spaß gemacht. Und das nicht nur, weil man keine Zeit hat darüber nachzudenken. Währenddessen zu essen würde ich allerdings nicht empfehlen. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Film | Outlaw King
Ep. 19

Film | Outlaw King

Vielleicht fällt es einem nicht sofort auf, aber Outlaw King startet mit einer sehr angenehmen Plansequenz. Diese führt nicht nur die wichtigsten Charaktere ein, sondern setzt auch den Ton des Filmes [...] Vielleicht fällt es einem nicht sofort auf, aber Outlaw King startet mit einer sehr angenehmen Plansequenz. Diese führt nicht nur die wichtigsten Charaktere ein, sondern setzt auch den Ton des Filmes - es geht um den Kampf. Den Kampf um die Freiheit der Schotten. Wen das direkt an den Film Braveheart erinnert, der liegt richtig. Denn Outlaw King kann man getrost dessen geistigen Nachfolger nennen. Ich kann vorweg nehmen, dass sich Outlaw King mit seinem Protagonisten Robert the Bruce initial nicht so stark in meinen Kopf gebrannt hat, wie William Wallace es schaffte. Doch erzählt der Film durchaus eine Geschichte, die eine würdige und sinnvolle Fortsetzung des schottischen Freiheitskampfes ist - und das auf eine spannende Weise. Aus handwerklicher Sicht kann ich dem Film nichts vorwerfen. Er hält durch Schnittstil, Szenenaufbau und gelungene Bilder die Aufmerksamkeit über die volle Laufzeit - natürlich vorausgesetzt, dass man ein grundlegendes Interesse an eher blutigen und kampflastigen Historiendramas hat, die mit ganz interessanten Charakteren aufwarten. Hier und da kann man sicher auch ein paar Dinge bemängeln, doch diese lasse ich heute bewusst außen vor, da sie den Film für mich in keiner Weise beeinträchtigt haben. Außerdem muss ich sagen, dass ich die Besetzung von Robert the Bruce wirklich gelungen finde. Chris Pine war in meinem Kopf zuvor eher als lockerer Teenie-Held verankert, beweist für mich aber dieses Mal eindeutig, dass mehr in ihm steckt, als ein junger Captain Kirk. Um ehrlich zu sein, habe ich erst nach dem Film realisiert, wem ich hier die letzten 2 Stunden durch die spannende Geschichte und den Kampf gefolgt bin - also hat es einfach gepasst. Also wie ich schon sagte: Ich war wirklich gut unterhalten und es hat mich gefreut zu sehen, wie der schottische Freiheitskampf im Film fortgesetzt wurde. Ab sofort wird man vermutlich oft auch Outlaw King erwähnen, wenn man über Braveheart spricht. Meiner Meinung nach eine sehr gute Leistung. In diesem Sinne: "FREEEEEIIIIHEEEEEEEIIIIT!" Bis bald, Euer Felix. Bildquelle (für die Erstellung des Beitragsbildes): Screenshot aus dem Film Besucht auch gerne meinen Blog.

Film | Arrival
Ep. 18

Film | Arrival

Ich liebe Sci-Fi-Filme. Noch mehr liebe ich es, wenn diese sich selbst und die von ihnen angesprochenen Thematiken ernst nehmen. Arrival tut das - zum Ende hin vielleicht sogar zu sehr. [...] Achtung, Spoiler! Ich liebe Sci-Fi-Filme. Noch mehr liebe ich es, wenn diese sich selbst und die von ihnen angesprochenen Thematiken ernst nehmen. Arrival tut das - zum Ende hin vielleicht sogar zu sehr. Der Filmeinstieg ist eher traurig und menschlich, statt außerirdisch. Man lernt die Protagonistin Louise und deren Tochter kennen, die leider an einer Krankheit starb. Dann begleiten wir die Mutter in ihrem Alltag als Dozentin für Sprachen, als während ihrer Vorlesung merkwürdige Flugobjekte rund um die Welt gesichtet werden. Nun die folgende Zeit im Schnelldurchlauf: Aliens greifen vorerst nicht an; Louise wird als Sprachwissenschaftlerin von der amerikanischen Regierung, mit dem Physiker Ian, zu einem der minimalistischen, schwarzen UFOs gebracht; die beiden nehmen Kontakt mit den Aliens auf; ihre Symbolsprache wird langsam entschlüsselt; Kommunikation ist irgendwann grundlegend möglich; Länder kooperieren plötzlich nicht mehr miteinander bei der Entschlüsselung der Sprache; Botschaften der Aliens werden falsch verstanden; Krieg gegen Aliens wird von einigen Ländern erklärt (aber noch nicht umgesetzt); Louise klärt (mit Hilfe von Ian) das Missverständnis auf und rettet die Welt, indem sie den General eines anderen Landes auf seiner Privatnummer anruft und ihm die letzten Worte seiner toten Frau wiedergibt. Sowohl die Privatnummer, als auch die Worte hat sie aus einem Gespräch mit ihm, das sie in der Zukunft gehalten haben wird. Sie sieht die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart, weil sie die Sprache der Aliens verstanden hat, welche im Übrigen ein großes Geschenk der Außerirdischen an die Menschheit darstellt.. Das ist zwar wirklich sehr heruntergebrochen und wird filmisch wunderbar dargestellt, doch ist es letztendlich leider auch etwas hanebüchen. Zum Schluss wird man mit einem merkwürdigen Gefühl hinterlassen. Irgendwie ist alles ein wenig paradox und die Love-Story (welche im Verlaufe des Filmes nur ganz seicht gestreift wird) nimmt zum Schluss viel zu schnell Fahrt auf, wirkt aber eher melancholisch und nicht ganz angenehm. Ich möchte dem Film einige Dinge zugute halten: die stimmigen, spannenden Bilder, eine angenehme Geschwindigkeit, gutes Schauspiel und tolle Sounds (auch wenn diese vielleicht manchmal zu laut sind). Leider scheint Arrival schlauer sein zu wollen, als es letztendlich ist. Hierüber kann man natürlich streiten. Der eine sagt, dass man die Art von Wahrnehmung, welche Louise am Ende des Filmes beherrscht, als Mensch nur schwer erfassen kann und sie filmisch gut genug umgesetzt ist, um ein Verständnis dessen zu ermöglichen. Jemand anders meint vielleicht eher, dass der Film den Fokus mehr auf reale Werte hätte setzen können. Zusammenhalt und Konflikte in der Menschheit sind ein großes Thema im Film, werden aber leider irgendwann von der Wahrnehmungserweiterung unserer Protagonistin und den damit verbundenen Zeitreiseparadoxa überdeckt. Das erhöht den Wow-Faktor, schmälert aber den Wiedersehwert und sagt im Grunde aus, dass es auf unserer Erde kein Mittel gibt, durch das man weltweiten Frieden und Verständnis erreichen kann, sondern wir Aliens und deren Mittel brauchen, um dieses Ziel zu erreichen. Da ich aber nicht das Gewicht der Welt auf diesen Film legen will und ich durchaus gut unterhalten war, möchte ich abschließend sagen, dass man den Film vielleicht nicht ganz so ernst nehmen sollte, wie er sich selbst nimmt - dann hat man einen gut gemachten, spannenden Sci-Fi-Thriller. Bis bald, Euer Felix. P.S.: Irgendwann merkt man, dass die Tochter, von der man dachte, dass sie am Anfang des Filmes starb, eigentlich das noch ungeborene Kind von Louise und Ian ist, welches sie erst noch bekommen werden. Besucht auch gerne meinen Blog.

Serie | Better Call Saul
Ep. 17

Serie | Better Call Saul

Bevor er Saul Goodman wurde, hieß er James (genannt: Jimmy) McGill und sein Leben war ein anderes. Better Call Saul ist keine leichte Serie - ist man ihrem Reiz allerdings erstmal verfallen, dann kommt man nur schwer von ihr los. [...] Bevor er Saul Goodman wurde, hieß er James (genannt: Jimmy) McGill und sein Leben war ein anderes. Better Call Saul ist keine leichte Serie - ist man ihrem Reiz allerdings erstmal verfallen, dann kommt man nur schwer von ihr los. Anstatt jedoch jede der einzelnen Staffeln mit ihren Hochs und Tiefs im Detail zu besprechen, erzähle ich lieber einfach von der Idee und dem, was die Serie so spannend macht. Manche sind am Anfang vielleicht davon abgeschreckt, dass man sehr aufpassen und nachdenken muss - Better Call Saul setzt Aufmerksamkeit voraus - wer eine Weile nicht hinsieht oder die Serie eher nebenbei anschaut, der wird wahrscheinlich viele spannungsgeladene Momente verpassen oder nicht als solche wahrnehmen. Und genau deshalb ist es so schwer jemandem diese Serie schmackhaft zu machen. Sie entfaltet ihre volle Genialität in Kleinigkeiten, Alltagssituationen und während der Ausführung der Pläne von Jimmy. Dessen Entwicklung von einem scheinbaren Nichtsnutz, hin zu einem manchmal eher zwielichtigen Anwalt und darüber hinaus, darf man mitverfolgen. Dabei spielt sowohl Liebes, wie auch Familien- und anderes zwischenmenschliches Drama eine Rolle. Interessante Verhältnisse zwischen den Hauptfiguren sind dabei der Kraftstoff der die Story vorantreibt und sowohl für unvorhergesehene Wendungen, wie auch für sich ankündigende Spannungen sorgt. Jimmy ist dabei als Charakter ein tragendes Zentrum der Serie. Er hat was drauf und schwankt ständig zwischen den Seiten seiner Persönlichkeit. Zum einen will er ein guter Mensch sein und Leuten helfen, gleichzeitig will er auch das Beste für sich selbst herausholen. Dabei schreckt er weder vor Unmengen an Arbeit, noch vor unlauteren Methoden zurück. Die Hingabe, die Ideen und die (teilweise wirklich beeindruckende) rhetorische Arbeit von Jimmy ist das Kernstück und Highlight jeder Episode. Doch auch an anderen spannenden Charakteren mangelt es nicht. Das engere und weitere Umfeld unseres interessanten Protagonisten ist nicht zu vernachlässigen. Alle Nebenstories tragen zur Hauptgeschichte bei, auch wenn man das im ersten Moment vielleicht noch nicht erkennt. Nicht selten hängt das Schicksal von Personen am seidenen Faden und große Pläne an kleinen Details. Wenn diese Pläne kurz vor dem Scheitern oder dem Gelingen stehen, dann steigt die Anspannung oft schnell ins Unermessliche. Genau das hat Better Call Saul gemeistert. Die Serie erzählt interessante Geschichten und serviert dem Zuschauer dabei nicht alles auf dem Silbertablett. Das hätte vielleicht schon für eine guten Zeitvertreib gereicht, doch durch die pointierten Höhepunkte, die man manchmal nicht erwartet, wird die Reise von Jimmy McGill zu Saul Goodman zu etwas Eigenständigem, das sich nunmehr über 4 Staffeln getragen hat und vermutlich auch noch weiterhin wird. Ebenfalls möchte ich das generelle Look and Feel der Serie lobend erwähnen. Szenen werden oft unkonventionell gestaltet und aufgebaut. Das verleiht Better Call Saul einen ganz eigenen Stil und eine Geschwindigkeit, die sowohl Spannung aufbaut, als auch das eigene Gehirn anregt. Für all das liebe ich die Serie. Besucht auch gerne meinen Blog.

Film | The Great Wall
Ep. 16

Film | The Great Wall

Die ersten paar Minuten von The Great Wall hatten mich etwas abgeschreckt. Es wirkte irgendwie alles komisch auf mich. Die Schnitte sind eher hektisch und man verliert schnell den Überblick. Ich wusste wirklich nicht, was ich davon halten soll. [...] Die ersten paar Minuten von The Great Wall hatten mich etwas abgeschreckt. Es wirkte irgendwie alles komisch auf mich. Die Schnitte sind eher hektisch und man verliert schnell den Überblick. Ich wusste wirklich nicht, was ich davon halten soll. Das setzte sich eigentlich den ganzen Film über fort, doch habe ich mich nach kurzer Zeit irgendwie gut an diesen ganz eigenen Stil gewöhnt. Es geht im Groben um eine böse Macht aus fiesen Monstern, welche die große, chinesische Mauer überwinden will und dann vermutlich die ganze Welt dem Untergang weiht. Der Protagonist, welcher aus dem Westen kam und eigentlich nur auf der Suche nach Schießpulver und dem damit verbundenen Reichtum war, entpuppt sich schnell als mehr als ein einfacher Söldner. Während im Hintergrund eine seichte Love-Story mitschwingt, stehen die Actionsequenzen im Vordergrund. Dadurch gibt es fast immer etwas Buntes, gut Inszeniertes zu bewundern und ehe man sich versieht, ist der Film auch schon vorbei. Das betone ich deshalb, weil ich ursprünglich annahm, dass er sich sehr ziehen würde. Doch letztendlich kam er eher kurzweilig und leicht daher, trotz der epischen und teilweise etwas tragischen Geschichte. Beeindruckend ist vor allem, dass der Film oft sehr farbenfroh ist und jeder Kampf fast wie eine choreographierte Tanzperformance wirkt. Das, zusammen mit dem Pacing und wilden Schnitten zwischen ungewohnten Kameraperspektiven, macht diesen Film anfangs vielleicht etwas ungewohnt, doch im Endresultat zu etwas Besonderem mit eigenem Stil. Wer also möchte, dass seine Augen fast ständig beschäftigt sind, nichts gegen Horden von CGI-Monstern hat und gerne farbenfrohe Action-Filme sieht, der wird hier vermutlich gut bespaßt werden. Ich war zumindest positiv überrascht, wenn auch nicht überwältigt. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Game | Hellion
Ep. 15

Game | Hellion

Neulich hatte ich bereits über das storygetriebene Survival-Game Subnautica gesprochen. Auch in meinem heutigen Spiel geht es um das Überleben in einer gefährlichen Umgebung, nur dass diese bei Hellion nicht so bunt und lebendig ausfällt. [...] Neulich hatte ich bereits über das storygetriebene Survival-Game Subnautica gesprochen. Auch in meinem heutigen Spiel geht es um das Überleben in einer gefährlichen Umgebung, nur dass diese bei Hellion nicht so bunt und lebendig ausfällt. Außerdem gibt es keine verfolgbare Story und stattdessen einen Online-Multiplayer. Jetzt könnte man denken, dass wir es hier nur mit einem ganz normalen Survival-Vertreter zu tun haben. Dem ist nicht so. Ebenfalls war kürzlich Star Citizen mein Thema und Hellion wurde vor einiger Zeit von einem Streamer, dessen Video ich auf YouTube gesehen hatte, als Star Citizen-Killer betitelt. Selbstverständlich ist das nicht viel mehr als Clickbait, denn obwohl beide Spiele im Weltraum stattfinden und es betretbare Raumschiffe gibt, so gehen diese SciFi-Kollegen in fundamental andere Richtungen. Trotzdem hat mich Hellion mit seinem Grad an Realismus und dem Basenbau als Spielkern angesprochen und so konnte ich es kaum erwarten es auszuprobieren. Wenn man Hellion startet, dann bekommt man erstmal ein kleines Intro-Video gezeigt, in welchem es darum geht, warum man gleich alleine im Weltall aufwachen wird und um's Überleben kämpfen muss. Doch das ist eher nebensächlich. Dann könnt ihr euch entscheiden, ob ihr im Multiplayer spielen möchtet oder lieber offline bleiben wollt. Ich persönlich präferiere den Singleplayer, weil ich hier nicht auf Server zugreifen muss, die vielleicht bald mitsamt meiner Basis verschwinden. Dafür bleibt mir natürlich die Erfahrung verwehrt mit anderen Spielern zusammenzuarbeiten oder gegen diese zu Kämpfen. Das volle Erlebnis bekommt man also nur Online. Für die entspannte Runde zwischendurch reicht es offline aber allemal. Nun wacht man also in einer Kryo-Kapsel aus einem langen Schlaf auf und stellt schnell fest, dass die eigene Situation derzeit nicht wirklich angenehm ist. Ihr tretet durch die ersten paar Schleusen der Raumstation und schwebt plötzlich durch einen Raum dessen Schwerkraft ihr erst wieder aktivieren müsst. Dann versucht ihr den Strom und die Lebenserhaltung der Station halbwegs in Gang zu bringen und stellt dann fest, dass eure Ressourcen und Möglichkeiten an Bord eher begrenzt sind. Als neuer Spieler, der sich vorher keine Tutorials angesehen hat, dürfte man bis zu diesem Punkt bereits eine Weile brauchen. Doch spätestens dann stellt man vermutlich äußerst schnell fest, dass die Station auf der man sich befindet nicht nur äußerst unsorgsam (oder gar nicht) gewartet wurde, sondern dass diese auch außerordentlich klein ist. Auf so einem kleinen Ding lässt es sich weder lange noch entspannt leben. Also auf in die Weiten des Alls! Vielleicht findet man dort ja was Nützliches. Zum Glück gibt es auf der Station noch mehr als genug Teile von Raumanzügen, die man sich nun zügig überstülpt. Eine Schleuse scheint nach außen zu führen, doch sobald man diese, mithilfe eines Hebels, manuell dazu zwingt sich zu öffnen, wird man zusammen mit der Luft in das Vakuum gesaugt. Das kann man so machen, aber falls man Sauerstoff sparen möchte, dann könnte man auch mithilfe eines Terminals die gesamte Luft der Station vorrübergehend in Tanks speichern und dann einfach sanft nach draußen gleiten. Vor eurer kleinen Station findet ihr standardmäßig ein kleineres Raumschiff und ein Luftschleusen-Modul. Außerdem ist es spätestens jetzt an der Zeit die Steuerung zu verinnerlichen, damit euch weder Luft noch Treibstoff ausgehen, bevor es zu spät ist. Die möglichst realistische Mechanik der Fortbewegung in der Schwerelosigkeit ist übrigens, meiner Meinung nach, sowohl der härteste, als auch der interessanteste Teil dieses Survival-Games. Wenn man sich bereits mit derartiger Fortbewegung in Spielen auskennt, dann wird es vermutlich nicht so schwer. Als Neuling erfordert es Übung und Anstrengung bis man sich irgendwann selbst souverän durch's all schießt. Sterben gehört übrigens in den meisten Fällen zum Spiel dazu. Online noch mehr als im Singleplayer. Dadurch lernt man das Handwerk des Überlebens auf die harte Tour und stirbt mit der Zeit immer seltener. Das Spiel fordert dabei stets ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Man muss darauf achten, dass einem die Ressourcen nicht ausgehen, dass das Helmvisier geschlossen ist, wenn man einen Weltraumspaziergang macht und dass man weiß wie man die Systeme und Komponenten bedient und verwaltet. Eine gewisse Affinität dazu Probleme zu lösen und Schwierigkeiten zu überwinden sollte man mitbringen. Ansonsten kommt vermutlich wenig Spaß auf und man fühlt sich eher gestresst und ist frustriert, wenn mal etwas nicht klappt. Also nicht vergessen: Spaß haben und entspannt bleiben. Nicht verzagen und auch gerne mal im Internet nachsehen, wenn man mal irgendetwas nicht weiß. Man könnte fast denken, dass ich mich mit meiner Spieleauswahl gerne regelmäßig selbst quäle, doch sei eines gesagt: es geht auch in diesem Spiel um die hart erarbeiteten Erfolgserlebnisse. Ihr könnt nun also das erste Modul an eure Station andocken - auch das erfordert anfangs etwas Übung und Geduld. Habt ihr das geschafft, so könnt ihr euer Zuhause in Zukunft verlassen ohne es gleich komplett zu dekompressieren oder Unmengen an wertvoller Luft zu verlieren. Vorher empfiehlt es sich jedoch an Bord des Schiffes zu gehen und mit diesem kleinen Arbeitstier eure Station aus der Umlaufbahn des Trümmerfelds herauszubringen, in welchem ihr euch derzeit befindet. Tut ihr das nicht, so rast regelmäßig Weltraumschrott in eure Station und ihr müsst unnötigerweise Zeit und Ressourcen in die Reparatur stecken. Ab jetzt kann es wirklich los gehen. Ihr könnt erstmal damit anfangen eurem kleinen Raumschiff einen Namen zu geben und ein Logo dafür auswählen - das ist nicht nötig, aber nett. Dann fangt ihr an per Warp-Antrieb das Sternsystem zu erkunden und Ressourcen, Gegenstände und Module zu finden und zu eurer Station zu bringen. Diese lasst ihr wachsen und fügt durch die Module nützliche Funktionen, wie einen Lagerraum, verbesserte Stromversorgung oder eine Crafting-Werkstatt hinzu. Die Warp-Sprünge können übrigens eine Weile dauern, was einem die Möglichkeit gibt entspannt ein paar Dinge an Bord des Raumschiffes zu ordnen und vorzubereiten. Auch ein größeres Raumschiff könnt ihr finden und sogar Asteroiden-Mining betreiben, um an Ressourcen zu kommen. Vermutlich werdet ihr auch die ein oder andere Station finden, erkunden und nützliche Dinge von ihr mitnehmen, wenn ihr nicht gerade von automatisierten Geschütztürmen bedrängt werdet. Im Multiplayer bietet Hellion durch andere Spieler natürlich mehr Möglichkeiten und auch Gefahren. Essen und Trinken müsst ihr in der aktuellen Version übrigens nicht. Da sich das Spiel allerdings noch in der Entwicklung befindet kommen immer wieder neue Mechaniken und Verbesserungen dazu. Wie bei vielen Survival-Games üblich spielt man so lange bis man entweder all das im Spiel erreicht hat, was man erreichten wollte und das Überleben an sich kein Problem mehr darstellt oder bis man merkt, dass man theoretisch an einem Punkt ist an dem man fähig ist alles zu erreichten, es aber einfach eine enorme Menge Zeit in Anspruch nehmen würde. Wie bereits angedeutet: Im Multiplayer trägt sich das Spiel vermutlich länger. Hellion stellt sich mit seinem passend gewählten, tristen Stil, solider Grafik, der realitätsnahen Physik und dem herausfordernden Ressourcen-Management, sowie mit der gebotenen Immersion und den gegebenen Individualisierungsmöglichkeiten auf eine gute, eigenständige Position auf dem Weltraum-Survival-Markt. Mit genug Zeit, Frusttoleranz, Geduld und Spaß an Survival kann man viel Freude an Hellion haben. Da auch weiterhin durch Updates Features dazukommen, das Gameplay verbessert und Bugs beseitigt werden, freue ich mich darauf auch zukünftig eine gute Zeit mit Hellion zu verbringen, eine immer größere Station zusammenzusetzen und dafür zu sorgen, dass mir weder Sauerstoff, noch Treibstoff ausgeht. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Game | Star Citizen
Ep. 14

Game | Star Citizen

Was ist Star Citizen? Vor allem ein Traum und Hoffnung. Das klingt ziemlich hochtrabend für ein Videospiel, ich weiß. Doch auch, wenn man bereits große Fortschritte in der Entwicklung sieht, so kommt dieser Space Sim genau daher. [...] Was ist Star Citizen? Vor allem ein Traum und Hoffnung. Das klingt ziemlich hochtrabend für ein Videospiel, ich weiß. Doch auch, wenn man bereits große Fortschritte in der Entwicklung sieht, so kommt dieser Space Sim genau daher. Es ist ein Spiel der Superlative. Star Citizen soll nicht nur ein Space Simulator werden, sondern der „Best Damn Space Sim Ever“ (kurz: BDSSE). Es soll unverschämt gut aussehen, eine riesige Spielwelt haben und hat bisher fast 200 Millionen Dollar gespendet bekommen. Seit wann das Game in Entwicklung ist? Ungefähr seit 2013. Bisher ist das Ende der spannenden Odyssee von Star Citizen noch nicht in Sicht. Also: Warum steht die Community nach all diesen Jahren noch immer hinter dem Projekt und weshalb kommen auch immer wieder neue Unterstützer dazu? Erstmal zum Spielprinzip. Die Weltraumsimulation ist in der fernen Zukunft der Menschheit angesiedelt. Es gibt Raumschiffe, ein paar Alien-Zivilisationen und ein großes Universum zum bereisen. Das fertige Spiel soll euch dabei freie Wahl lassen, womit ihr eure Brötchen, neue Schiffe, Waffen, Kleidung und mehr verdient. Zu den wohl bekanntesten und beliebtesten Professionen zählen Händler, Forscher, Kämpfer und alle Berufe der Materialgewinnung. Auch als Weltraumrennfahrer oder einfach als Bordschütze, Techniker und Co-Pilot soll man sich seinen Weg durch das sogenannte Verse‘ bahnen können. Doch wie konnte der Visionär dieses Spieles, Chris Roberts, und dessen Unternehmen Cloud Imperium Games (kurz: CIG) so viele Menschen nachhaltig beeindrucken und dazu bringen diese großen Mengen an Geld zu spenden? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Es ist ein Mix aus einer Spielidee, die Träume erweckt, der offenen Entwicklung, die man mit Interesse verfolgen und teilweise als Community beeinflussen kann und einigen klugen Vermarktungsentscheidungen, die zum Spenden verleiten und einen somit stärker an das Spiel binden. Das alles schafft eine starke und aktive Community um das Spiel, welche zu Teilen allerdings auch sehr extreme Richtungen einschlagen kann. Sie ist in den allermeisten sehr offen für neue Spieler, herzlich und reflektiert. Durch die große finanzielle und emotionale Verbindung zu Star Citizen gleiten einige wenige allerdings in extreme Denkweisen ab – diese können sowohl zum, als auch gegen das Spiel und dessen Entwicklung gerichtet sein. Dies ist jedoch, meiner Empfindung nach, die manchmal laute Minderheit. Nahezu alle meine Interaktionen und Erlebnisse mit der Community waren konstruktiv, spaßig und hilfreich. Aus ihr kommen kreative Beiträge, gute Ideen und großartige Events. Ein weiteres Kernstück von Star Citizen ist die Grafik, welche Maßstäbe in Teilen neu setzt. Ob es nun um Planeten geht, die fotorealistische Szenerien bieten oder die Raumschiffe, welche mit feinsten Details ausmodelliert sind – Star Citizen lebt von seiner Liebe zum Detail. Auch das Sounddesign und die, meiner Meinung nach, fantastische Musik will ich lobend erwähnen. Es wird ein Gesamterlebnis geschaffen, das beeindruckt und manchmal auch blendet. Denn bei all den schönen Bildern, die man sieht, vergisst man nur zu gerne, dass es letztendlich um den Spielspaß geht, der nicht nur durch die Präsentation entsteht. An dieser Stelle könnte von mir jetzt ein Vortrag darüber kommen, warum die derzeit spielbare Alpha schon ganz gut ist oder eben nicht. Darauf werde ich jedoch verzichten, da die einzelnen Aspekte des Spieles dauerhaften Veränderungen unterliegen und noch lange nicht vollständig sind. Wenn es irgendwann einmal alle Spielmechaniken in den Multiplayer-Part, das persistente Universums (oft kurz PU genannt) geschafft haben, dann werden wir sehen, ob sich das Gesamtpaket abrundet. Bis dahin haben wir Spaß mit dem, was wir bereits ausprobieren können. Das ist zum Beispiel eine große Anzahl an verschiedenen Raumschiffen, welche für viele Piloten das Herzstück des Spiels darstellen. Sie stehen für den Traum von Freiheit und Selbstbestimmtheit im Verse'. Für manche sind sie Werkzeuge, für andere ein Zuhause. Die Schiffe sind mit so viel Liebe und Details gestaltet, dass man sich in diesen quasi verlieren kann. Sie sind Prestige-Objekt, ständiger Begleiter und machen für mich einen Großteil des derzeitigen Spielspaßes aus. Nicht umsonst sind sie in der Community ständig ein Thema - sowohl für den netten Plausch zwischendurch, wie auch bei hitzigen Diskussionen. Doch was meine ich eigentlich mit "klugen Vermarktungsentscheidungen"? Diese Millionen kommen nicht von ungefähr. Natürlich spendet man gerne für Projekte, an die man glaubt und deren Realisierung ein persönlicher Wunsch ist. Doch spendet der ein oder andere doch mehr, als er vielleicht eigentlich würde, wenn er durch zeitexklusive Inhalte bei Konzept-Verkäufen von virtuellen Schiffen oder ähnliches gelockt wird. Diese sollen zwar keine massive Vorteile im späteren Spiel bieten, aber die menschliche Psychologie verleitet einen dann doch gerne zum Kauf. Allerdings ist das den meisten Unterstützern bewusst und man möchte natürlich, dass die Entwicklung erfolgreich voranschreitet – dafür gibt man das Geld und bekommt als Dankeschön ein virtuelles Raumschiff oder einen anderen Gegenstand. Leider kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Schiffe im Spiel mit Ingame-Währung kaufen. Dieser Fakt verschließt einige Aspekte des Spieles vor Gamern, die in der Community noch nicht so gut angebunden sind, dass sie Schiffe von befreundeten Spielern mit größerer Geldbörse ausleihen können. Andererseits wird Cloud Imperium Games mit den umstrittenen Schiffsverkäufen womöglich ihre größte Einkommensquelle einkürzen, sobald die Schiffe im Spiel erhältlich sind. Ein Abo-Modell ist derzeit nicht geplant und so bleibt offen, wie das Einkommen von CIG dann gesichert wird. Sie sollten in den letzten Jahren ein Gespür dafür entwickelt haben, was sie ihren Unterstützern zumuten können und was diese verärgert. Glücklicherweise hat die Community eine gewisse Zugkraft und CIG in der Regel ein offenes Ohr. Außerdem sollte man bei diesem ganzen Trubel nicht vergessen, dass neben dem persistenten Universum von Star Citizen auch noch dessen eigenständige Singleplayer-Kampagne namens Squadron 42 entwickelt wird. Diese ist storygetrieben und wird vermutlich noch vor dem Release des fertigen persistenten Universums episodenweise veröffentlicht werden. Regelmäßig scheint Star Citizen technologische Meilensteine zu bewältigen, Unmögliches zu erreichen und die Unterstützer zu begeistern. Die Entwicklung schreitet, wenn auch oft mit Problemen, voran und man darf gespannt sein, was wir noch alles sehen, hören und vor allem spielen werden. Letztendlich träumt jeder in seiner eigenen Weise von Star Citizen und wir hoffen, dass ein Spiel entsteht, das uns alle glücklich macht. Der hohe Detailgrad, ein gigantischer Umfang, eine aktive Community und die engagierten Entwickler machen diese Spielentwicklung zu etwas ganz Besonderem und sehr Unterhaltsamen. Wer träumen möchte und Science-Fiction-Games mag, der wird in Star Citizen vielleicht auch für sich einen schönen Zeitvertreib finden. Ich verbleibe in freudiger Erwartung auf die nächste Alpha-Version und irgendwann das fertige Spiel. Bis bald, euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Film | Mad Max: Fury Road
Ep. 12

Film | Mad Max: Fury Road

Mein erster Eindruck von Mad Max: Fury Road war gemischt. Ich sah im Trailer viel Action, Autos, Wüste und waghalsige Stunts. Auf dieses Testosteron-Geballer ließ ich mich ein, weil ich mit meinen Bros nach leichter Kino-Lektüre suchte. [...] Mein erster Eindruck von Mad Max: Fury Road war gemischt. Ich sah im Trailer viel Action, Autos, Wüste und waghalsige Stunts. Auf dieses Testosteron-Geballer ließ ich mich ein, weil ich mit meinen Bros nach leichter Kino-Lektüre suchte. Genau darauf hatte ich in diesem Moment auch Bock. Doch steckte dann doch etwas mehr hinter dem großen Action-Feuerwerk. Fangen wir an mit dem Look: die Farbgebung gefiel mir von Anfang an sehr gut. Spektakuläre Close-Ups wechseln sich regelmäßig mit epischen Landschaftsaufnahmen ab. Die Kameraführung in den Actionsequenzen sitzt und zieht einen in die harten Faustkämpfe rein. Die Spezialeffekte wirken bombastisch, weil sie fast ausschließlich ohne CGI gemacht wurden. Alles wirkt real, dreckig und stimmig. Zur Musik kann ich mich kurz halten. Denn diese wird nur selten eingesetzt. Wenn wir jedoch Musik hören, dann fügt sich diese organisch ein und setzt wichtige Akzente. Die Story habe ich anfangs unterschätzt. Sie wird stärker, je mehr man sich in die Welt hineindenkt. Andererseits ist sie so minimalistisch eingesetzt, dass man sie, wenn man denn will, nur als Grundgerüst für einen soliden Actionfilm sehen kann. Was mir am besten gefällt ist, dass sich die Story ernst nimmt und nicht übertreibt. Sie wirkt nicht aufgezwungen. Alle Charaktere verhalten sich nachvollziehbar und reden nie mit dem Zuschauer, sondern nur miteinander - wenn sie überhaupt reden und die Story nicht nur durch Mimik, Gestik und die Situation übertragen wird. Dadurch entstehen starke Momente, die einfach gut wirken und Spaß machen. Außerdem möchte ich behaupten, dass Mad Max: Fury Road es perfekt schafft, jede Kampfhandlung in irgendeiner Weise story-relevant zu machen - nichts wirkt gedrungen, sondern einfach glaubhaft. Irgendwie bin ich rundum zufrieden. Inzwischen habe ich den Film ähnlich oft gesehen, wie so manche Star Wars Episode. Das ist ein großes Lob von meiner Seite aus. Im folgenden habe ich natürlich auch alle anderen Mad Max Filme nachgeholt, welche für mich allerdings nicht ganz an Fury Road herankommen. Doch möchte ich diese nicht unbedingt in einen direkten Vergleich stellen. Stattdessen bin ich glücklich darüber, dass mir jetzt ein neue Welt am Herzen liegt und ich hätte nichts gegen eine Fortsetzung. Hoffentlich habt ihr ähnlich viel Freude an diesem (meiner Meinung nach) neuen Klassiker oder hattet diese bereits. Bis bald, Euer Felix. Hier nochmal das vollständige Fan-Poster, das ich im Rahmen einer Projektaufgabe angefertigt habe: Der Schriftzug des Bildes ist dem originalen Filmposter entnommen. Besucht auch gerne meinen Blog.

Film | Searching
Ep. 11

Film | Searching

Meine Mutter fragte mich, ob ich mit ins Kino möchte. Der Film war mir relativ egal, solange er mich grundsätzlich anspricht - sie schlug Searching vor und nach einigen Stunden und vielen Trailern, entschieden wir uns dann auch dafür. [...] Meine Mutter fragte mich, ob ich mit ins Kino möchte. Der Film war mir relativ egal, solange er mich grundsätzlich anspricht - sie schlug Searching vor und nach einigen Stunden und vielen Trailern, entschieden wir uns dann auch dafür. Besonders hoch waren meine Erwartungen nicht und der Trailer lies erahnen, dass uns gleich eine interessante Erzählperspektive erwarten wird. Das bestätigte sich auch sofort beim Start des Filmes. Man sieht auf der großen Leinwand ausschließlich die aus unserem Alltag bekannten Desktops und Handyanzeigen. Das hört sich erstmal sehr langweilig an, ist es aber durch heutige Anwendungen wie Live-Videoübertragungen, Chats und Internetseiten nicht. Doch worum geht es überhaupt? Und warum ist gerade diese Perspektive so interessant? Soviel sei verraten: die Tochter des Protagonisten verschwindet, doch anstatt diese in Actionsequenzen zu suchen, tut der liebende und jetzt verzweifelte Vater das, was der Polizei wirklich nützlich ist und was er mit seinen Mitteln kann: er sucht auf dem Computer seiner Tochter und im Internet nach Informationen. Was hier vielleicht erstmal langweilig klingt, das ist in Wahrheit Drama und wirkt realitätsnah. Durch die cleveren und nachvollziehbaren Dinge die mit der gewählten Perspektive gemacht werden, erkennt man die Gedankengänge des Vaters, kann mit der Geschichte Schritt halten und ist involviert. Mit Absicht gibt es dieses Mal keine Spoilerwarnung. Denn bei diesem Film geht es so sehr um die Geschichte und ihre Wendungen, dass ich sie niemandem vorenthalten will, indem ich sie erzähle. Ich sage nur, dass der Film mich gepackt, mehrmals überrascht und emotional berührt hat. Wer also auf etwas experimentellere Erzählweisen, Thriller mit Drama und den ein oder anderen Plot-Twist steht, der sollte, meiner Meinung nach, Searching eine Chance geben. Meine Mutter hingegen meinte, dass sie der Film eher an ihre Arbeit erinnert hat, wo sie manchmal auch stundenlang vor einem Computerbildschirm sitzen muss. Ich denke ja eher, dass sie die Smartphone-Szenen an die Arbeit erinnert haben. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Game | Subnautica
Ep. 10

Game | Subnautica

Subnautica hat mich echt mitgenommen. Es ist zwar schon eine Weile her seitdem ich diesen Unterwasser-Survival-Hit nächtelang gespielt habe, aber die Emotionen und Erfahrungen haben überdauert. [...] Subnautica hat mich echt mitgenommen. Es ist zwar schon eine Weile her seitdem ich diesen Unterwasser-Survival-Hit nächtelang gespielt habe, aber die Emotionen und Erfahrungen haben überdauert. Warum ich Subnautica angefangen habe? Weil man sich Basen bauen und seine Fahrzeuge individualisieren kann. Warum ich geblieben bin? Wegen der Atmosphäre, den Bildern und der Story. Ich war wirklich überrascht darüber, was einem dieses Spiel bieten kann. Dementsprechend weiß ich gar nicht so genau, wo ich anfangen soll. Vielleicht am besten mit dem generellen Setting. Ihr seid Passagier auf einem gigantischen Raumschiff, doch als dieses plötzlich über einem Planeten abstürzt, da findet ihr euch in einer Rettungskapsel wieder, welche schon bald auf dem Wasser aufschlägt und ab diesem Moment seid ihr auf euch gestellt. Am besten schnell das Feuer in der Kapsel löschen und dann erstmal oben aus der Luke steigen. Ihr blickt auf die flammenden Überreste des abgestürzten Raumkreuzers und seht ansonsten nur Wasser, soweit das Auge reicht. Die Kommunikationseinrichtung an Bord eurer Rettungskapsel ist kaputt, doch zum Glück könnt ihr sie reparieren. Eine nette KI ist von nun an euer ständiger Begleiter, der euch Informationen über das Überleben gibt. Das ist charmant und trägt zur allgemeinen Stimmung bei - es erinnert euch daran, dass ihr allein seid, aber überleben könntet - so schlecht die Chancen auch stehen mögen. Ihr verfolgt nun also zwei Ziele: Überleben und von diesem Planeten gerettet werden. Um die ersten Ressourcen zu sammeln und eure Umgebung wagemutig zu erkunden, springt ihr also in das Wasser und es eröffnet sich die wahre Tiefe von Subnautica: die wunderschöne und doch gelegentlich beklemmende Unterwasserwelt. Doch bevor ich zu viel verrate, erstmal zu den Grundmechaniken des Spiels. Die beziehen sich, wie in Survival-Games üblich, auf das Überleben. Ihr sammelt Ressourcen, erkundet die Umgebung, wobei ihr stets auf Nahrung, Wasser und Sauerstoff angewiesen seid und versucht lebendigen Gefahren aus dem Weg zu gehen, denn eure einzige wirkliche Waffe ist ein kleines Messer, dass ihr allerdings auch zunächst herstellen müsst - zwar könnt ihr euch später noch andere Gadgets besorgen, doch werdet ihr im direkten Kampf meist komplett unterlegen sein. Neue Baupläne schaltet ihr frei indem ihr sie findet oder Überreste von Gerätschaften scannt, die durch den Absturz überall verstreut sind. Das Crafting-System funktionierte übrigens sehr flüssig und machte mir viel Spaß. Nach und nach lernt ihr, welchen Unterwasserbewohnern ihr aus dem Weg gehen solltet, welche ihr essen könnt und wo ihr die benötigten Ressourcen herbekommt. Ihr baut eine oder mehrere Basen, eventuell sogar in verschiedenen Gebieten und vielleicht auch bald ein Fortbewegungsmittel, das euch die Reisen angenehmer macht. Spätestens wenn ihr denkt, dass euer Überleben grundsätzlich gesichert ist, dann fangt ihr vermutlich an größere Erkundungstouren durchzuführen, tiefer zu tauchen und Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Die Story von Subnautica muss man sich genauso erarbeiten, wie sein Überleben im Spiel. Ihr müsst erkunden, lesen und nachdenken. Gelegentlich findet ihr Aufzeichnungen, bekommt Funksprüche und mehr. Doch dazu will ich nicht allzu viel verraten, denn jeder der ein grundsätzliches Interesse an dem Spiel hat, der sollte es möglichst unbefleckt angehen. Dadurch wirken die großen Momente besonders gut. Davon gibt es nicht wenige, doch man muss für sie wirklich abtauchen und sich auf ein langes Abenteuer einlassen. Das ist vielleicht mein größter Kritikpunkt an Subnautica, denn für ein Survival-Game ist es eigentlich zu kurz, da die Story in gewisser Weise die Spielzeit begrenzt, indem sie euch ein Ende in Aussicht stellt und es keinen Multiplayer gibt. Zum anderen ist das ganze für ein knackiges Story-Game viel zu lang. Somit ist es schwer das Spiel jemandem zu empfehlen, der nur auf Story oder nur auf Survival Lust hat. Ich gehörte zu der Fraktion, die die Story links liegen lassen wollte, doch inzwischen kann ich sagen, dass sich die Reise in die vielen, sehr unterschiedlichen, visuell und akustisch beeindruckenden Gebiete gelohnt hat. Inzwischen wünschte ich fast, dass ich nochmal unwissend an das Spiel herangehen könnte, erneut die Geheimnisse entdecken, Herausforderungen meistern und Fahrzeuge und Basen ausbauen könnte. Deshalb habe ich mich mit meinen Erzählungen zum späteren Verlauf der Geschichte zurückgehalten. Nur auf das ständige Grinden nach Ressourcen könnte ich vielleicht verzichten, obwohl es ein integraler Bestandteil des Konzepts ist, denn so hat alles was ihr euch aufbaut einen Wert für euch und es können bedrohliche Situationen entstehen. Das Spiel kann man übrigens auch mit einer Virtual-Reality-Brille spielen. Das ist besonders immersiv, aber leider nicht so bequem zu steuern. Meine ganz klare Empfehlung also: Setzt euch Kopfhörer auf, nehmt euch ein ganzes Wochenende (oder mehr) Zeit, startet das Spiel nicht im Kreativ-, sondern im klassischen Überleben-Modus, lehnt euch zurück und fokussiert euch nur auf diese Reise. Nehmt alles mit, denkt nach, forscht und erkundet. Überlebt diesen Planeten. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Game | Battlefield 5 (Open Beta)
Ep. 09

Game | Battlefield 5 (Open Beta)

Ich habe die Open Beta eines netten Ego-Shooters gespielt. Es scheint zwar nicht besonders viele unterschiedliche Waffen zu geben, aber das stört nicht allzu sehr, denn das Gunplay macht viel Spaß. Die Grafik ist ganz fantastisch und das Game [...] Ich habe die Open Beta eines netten Ego-Shooters gespielt. Es scheint zwar nicht besonders viele unterschiedliche Waffen zu geben, aber das stört nicht allzu sehr, denn das Gunplay macht viel Spaß. Die Grafik ist ganz fantastisch und das Game läuft flüssig. Außerdem mag ich das Setting im 2. Weltkrieg. Es gibt ein paar Fahrzeuge, aber die machen diesen Shooter nicht unbedingt besser als ein Call of Duty. Generell scheint der Shooter irgendwie Call of Duty zu nachzueifern. Einen Moment! Das Teil heißt ja Battlefield 5! Das soll Battlefield sein? Wo sind die ganzen Waffen, Fahrzeuge und großen Maps? Bestimmt sagen jetzt einige, dass man ein Spiel nicht nach der Open Beta bewerten soll, doch weiß man ja inzwischen, dass diese Beta auch als Werbemaßnahme gesehen wird. Was man hier vor sich hat, ist erfahrungsgemäß repräsentativ für die Release-Version. Das Gameplay steht, die Maps bleiben (auch wenn noch einige dazu kommen) und auch am User-Interface wird sich vermutlich nicht mehr viel ändern. Falls doch, dann werde ich das natürlich zeitnah korrigieren. Ich möchte mich bei meinen Kritikpunkten kurz fassen. Die Menüführung ist unkomfortabel, unübersichtlich und wirkt wie eine Mobile-App. Das Gameplay besteht zum Großteil aus wilden Ballereien und einer Punkteflut für so gut wie alles das man macht (sogar für das Spawnen). Ab und zu bekommt man Levelaufstiege beinahe bildschirmfüllend eingeblendet und dann darf man sich im Hauptmenü (niemals im laufenden Spiel), Anpassungen für seine Ausrüstung kaufen (was übrigens etwas dauern kann). Alles wirkt so, als ob man jeden einzelnen Trend der letzten Jahre mitgenommen hätte - egal ob es zum Spiel passt oder nicht. Jetzt bleibt eigentlich nur noch abzuwarten, wie EA Mikrotransaktionen ins Spiel bringt. Der Shooter-Part (damit meine ich eigentlich ausschließlich das Gunplay) und die Grafik von Battlefield 5 sind genial, zum Singleplayer kann ich natürlich noch nichts sagen, aber der gesamte Rest, sollte er bis zum Release nicht stark verändert werden, ist für mich persönlich ein totales Ausschlusskriterium. Eigentlich würde ich mit meinen Gedanken zu Battlefield 5 noch bis nach dem vollständigen Release warten, aber nachdem ich viele Stunden mit der Open Beta verbracht habe, denke ich nicht, dass ich diesen Shooter jemals kaufen werde. Ich hoffe, dass ein anderes Entwicklerstudio als DICE, mit einem anderen Publisher als EA, einen Shooter herstellt mit dem man wieder Battlefield-Schlachten erleben kann und damit diese entstandene Marktlücke füllt. Ich hatte eigentlich sehr viel Lust auf Call of Duty 5 Battlefield 5, aber wenn es ohnehin nur versucht Call of Duty näher zu kommen, dann kann ich auch gleich zur erfahrenen Konkurrenz wechseln, die immerhin einige Sachen in ihren Fortsetzungen verbessert (auch wenn dafür der Singleplayer gestrichen wurde). Früher sagte ich selbst immer, dass man die beiden Platzhirsche der Mainstream-Ego-Shooter nicht vergleichen könne, doch inzwischen bin ich davon abgerückt. DICE und/oder EA haben für mich aus den letzten Jahren nichts gelernt oder die falschen Schlüsse gezogen. Ich bleibe an Battlefield dran und versuche offen für kommende Ableger dieser Reihe zu bleiben, welche hoffentlich zu ihren Wurzeln zurückfinden. Vielleicht sehe ich aber auch einfach nicht die Genialität hinter den Entwicklungen. Schreibt mir gerne eure Meinung und Gedanken zu diesem Thema. Bis bald, euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Serie | The Rain
Ep. 08

Serie | The Rain

Achtung, Spoiler! || Ihr kennt das sicherlich: eure aktuelle Serie habt ihr gerade zu Ende gesehen und nun streift ihr auf Netflix umher, auf der Suche nach Erlösung. So recht entscheiden könnt ihr euch nicht, doch dann springt euch eine [...] Achtung, Spoiler! Ihr kennt das sicherlich: eure aktuelle Serie habt ihr gerade zu Ende gesehen und nun streift ihr auf Netflix umher, auf der Suche nach Erlösung. So recht entscheiden könnt ihr euch nicht, doch dann springt euch eine unscheinbare Serie ins Auge, deren Thema euch gefallen könnte. Bei Serien mit Apokalypsen-Thematik schaue ich doch gerne mal rein, obwohl es sich The Rain selbst etwas schwer gemacht hat. Regen als große Bedrohung wirkte auf mich erstmal nicht allzu spannend im Vergleich zu Aliens, Zombies, Vampiren oder extremen Klimawandel. Aber zumindest ist es originell - also gab ich ihr eine Chance. Als The Rain dann mit einer Szene im Schulalltag startete, war ich schon kurz davor wieder gelangweilt abzuschalten. Zum Glück geht es dann aber doch relativ schnell zur Sache und man lernt die Hauptcharaktere kennen: Simone und ihren jüngeren Bruder Rasmus. Diese werden von ihren Eltern in einen Bunker gebracht. Alles muss schnell gehen, denn Wolken ziehen am Himmel auf. Die hektische und beklemmende Stimmung hat mich sehr schnell erfasst. So richtig ernst genommen habe ich die Bedrohung durch das Wolkenwasser aber erst, als die Mutter der beiden Kinder unter Schmerzen starb. Ihr Vater hatte den Bunker bereits verlassen, da er offenbar noch etwas für seine Arbeitsstelle erledigen musste, welche übrigens auch diesen speziellen High-Tech-Bunker gebaut und offenbar etwas mit dem toxischen Regen zu tun hatte. Nun war Simone alleine für ihren kleinen Bruder verantwortlich. Beide sollten im Bunker warten, bis ihr Vater zurückkehrt. Das geschah allerdings nicht und so sieht man, wie die beiden über eine lange Zeit in dem Bunker auf- und zusammenwachsen. Schon ab diesem Punkt konnte ich sagen, dass es eine starke Serie ist, die sich selbst ernst nimmt und die man selbst ernst nehmen kann. Klar, gelegentlich gibt es kleine Schönheitsfehler. Es passierte in der deutschen Synchronisation sogar mehrmals, dass ein Synchronsprecher spricht, der dazugehörige Charakter auf dem Bildschirm aber nicht. Zum Glück geschah dies nur äußerst selten und am Anfang der Serie - danach wurde es nur besser. Die beiden Protagonisten werden irgendwann aus dem Bunker gescheucht und treffen eine Gruppe von Überlebenden dieser Apokalypse. Anfangs geben sich diese eher unbarmherzig, aber schon bald freunden sich alle an und wir folgen nicht mehr länger nur 2 Hauptfiguren, sondern ganzen 7 - Rasmus und Simone aber stets im Mittelpunkt. Relativ schnell merkt man, dass sich auch einige Liebeleien entwickeln und diese werden an einigen Stellen zu tragenden Pfeilern in dieser eigentlich sehr unschön gewordenen Welt. Vor allem Rasmus, der quasi seine gesamte Jugend in einem Bunker mit seiner Schwester verbracht hat, macht interessante Entwicklungen außerhalb des gewohnten Umfelds durch. Die Hintergrundgeschichte aller Charaktere wird nach und nach aufgeklärt und die Gruppe bahnt sich ihren Weg durch allerlei Gefahren. Dabei müssen sie ständig bedenken, dass ein einziger Tropfen Wasser - sei es nun in einer Pfütze, einem Bach oder durch den Regen - den Tod bedeuten könnte. Ähnlich wie The Walking Dead lebt The Rain von seinen zwischenmenschlichen Dramen und kritischen Situationen. Eine weitere Gemeinsamkeit beider Serien ist, dass die Herkunft des Virus ein Rätsel ist. Dieses versucht Gruppe zu lösen, während Simone und Rasmus ihren Vater suchen und ihm stückweise auf die Schliche kommen. Trotz einigen kleinen Unfeinheiten hier und da, ist mir The Rain positiv in Erinnerung geblieben. Uneingeschränkt empfehlen kann ich sie allerdings nicht - so gut sie im Gesamtpaket auch daher kommt, bleibt dennoch der seichte Beigeschmack eine Teenie-Love-Story mit apokalyptischen Einschlägen gesehen zu haben. Eigentlich ist es zwar umgekehrt, doch so blieb sie mir im Kopf. Wer also eine knallharte, bittere Apokalypse mitverfolgen will, der ist hier falsch. Bei dieser Drama-Serie wird oft eher ein lockerer Ton angeschlagen. Das verhindert allerdings auch, dass man während der Serie zu mitgenommen ist vom menschlichen Elend, welches stellenweise dargestellt wird. Das darf man gut oder schlecht finden. Einige Stunden gute Unterhaltung bot mir die Serie und so blicke ich positiv auf sie zurück. Definitiv eine schöne Ergänzung für die Riege der fiktiven Apokalypsen. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Gamescom 2018 | Meine Highlights
Ep. 07

Gamescom 2018 | Meine Highlights

Dieses Jahr wurden auf der Gamescom wieder unglaublich viele Spiele gezeigt und vorgestellt. Ich war zwar nicht vor Ort, konnte mir aber dank der umfassenden Berichterstattung dennoch ein Bild von vielen Spielen machen und dabei auch einige neue [...] Dieses Jahr wurden auf der Gamescom wieder unglaublich viele Spiele gezeigt und vorgestellt. Ich war zwar nicht vor Ort, konnte mir aber dank der umfassenden Berichterstattung dennoch ein Bild von vielen Spielen machen und dabei auch einige neue Games für mich entdecken. Großen Dank spreche ich dabei insbesondere an die Jungs und Mädels von RocketBeansTV aus, welche die ganze Woche über auf der Gamescom waren, um Interviews zu führen und Spiele anzuzocken. Solltet ihr also noch mehr Meinungen zum Geschehen haben wollen, dann schaut auf www.rocketbeans.tv vorbei und genießt ihren fabelhaften Content. Nun aber erstmal zu allen Games, die auf meiner Merkliste stehen. Dabei halte ich mich kurz, damit ich möglichst viel unter bekomme und mir trotzdem noch genügend Zeit bleibt, zumindest ein paar der knapp 30 Games überhaupt zu spielen. Fangen wir mit den Open-World-Spielen an. Angeführt wird diese Liste von Cyberpunk 2077 - eigentlich ein Must-Buy nach meinen Erfahrungen mit The Witcher 3 und dessen Entwicklernstudio CD Project Red. Aber noch möchte ich mich etwas bedeckt halten bis ich In-Game-Material sehen konnte, denn dieses wurde bisher nur hinter verschlossenen Türen gezeigt. Ich blicke dem sehr positiv und erwartungsvoll entgegen und kann 2019 gamestechnisch ohnehin kaum erwarten. Unbedingt möchte ich auch Sekiro erwähnen, denn die Souls-Spiele von FromSoftware sind in der Regel wirklich gut durchdachte, anspruchsvolle Rollenspiele, die viel Spaß machen. Ob es diese vermeintliche Gamepad-Quetsch-Maschine, welche am 22. März 2019 erscheint, in mein Wohnzimmer schafft, bleibt allerdings abzuwarten - noch habe ich nämlich viel Spaß mit Dark Souls 3. Was ich auch interessant finde ist, dass der erste Teil der düsteren Dark Souls-Reihe mit Dark Souls: Remastered seinen Weg auf die Switch findet - wenn ich eine hätte, dann würde ich mir dieses Game ab dem 19. Oktober 2018 mit Sicherheit holen. Als nächstes komme ich zu Biomutant, wo ihr als Tiermutant gegen andere Tiermutanten kämpft, um den Weltenbaum in einer postapokalyptischen Welt zu retten. Dieses Spiel lockt mich vor allem mit seinem schönen Stil und den Individualisierungsmöglichkeiten. Das Gameplay sah eigentlich ganz erfrischend aus - nur das Kampfsystem hat mich noch nicht überzeugt. Da bleiben für mich noch die Reviews abzuwarten, aber dann wird es vielleicht ein tierisches Vergnügen für mich. Herauskommen soll Biomutant ohnehin erst im Sommer 2019. Weiter geht es mit Metro Exodus - bisher habe ich zwar noch keinen Teil der Reihe gespielt, aber das könnte sich ab dem 22. Februar 2019 ändern. Denn das Abenteuer im Endzeit-Setting könnte mir wirklich gut gefallen - nicht zuletzt wegen den stimmungsvollen Bildern und neuerdings weitläufigeren Gebieten. Beim Gameplay erwarte ich hier zwar keine allzu großen Besonderheiten, aber ein solides Gerüst mit gutem Story-Überbau. Dazu kommt 2019 dann vermutlich auch Dying Light 2, welches mich mit seiner Beschreibung von einer durch Spielerentscheidungen veränderten, postapokalyptischen Welt lockt, mich aber noch nicht ganz am Haken hat - hier warte ich vor allem auf mehr Informationen zum Kampfsystem. Mehr über das Kampfsystem weiß man bei Assassin's Creed Odyssey. Dort geht es dieses mal etwas ausgefallener zu. Das Setting spricht mich an und die Story sollte viel zu bieten haben - allerdings haben mir die letzten Assassin's Creed-Teile eher weniger zugesagt und so warte ich auch hier noch ab, bis das Spiel am 5. Oktober 2018 erscheint und es mehr Gameplay-Material gibt. Nachdem ich mit Fallout 4 die Welt rund um Bethesdas fiktive nukleare Apokalypse lieben gelernt habe, bin ich nicht wirklich scharf auf das nächste Spiel in diesem Setting. Denn Fallout 76 ist ausschließlich online spielbar. Man soll den Multiplayer zwar größtenteils ignorieren können, aber einige Schwierigkeiten gibt es da für mich wohl doch. Für einige wird Fallout 76 mit Sicherheit ein großer Spaß. Ob ich zu diesen Spielern gehöre, wird sich aber erst nach dem Release am 14. November 2018 zeigen. Dann hätten wir da noch Starlink. Hier baut ihr ein Raumschiff auf eurem Controller zusammen und fliegt es dann im Spiel umher. Das hört sich im ersten Moment vielleicht merkwürdig an, aber tatsächlich scheint das Konzept sehr rund zu sein. Ihr bekommt zwar beim Kauf des Spieles alles was ihr grundlegend braucht, könnt dann aber Einzelteile und Raumschiffe nachkaufen. Per Controller-Halterung wird das reale Spielzeug direkt im Game erkannt und das Spiel kann losgehen. Allzu komplex scheint dieses zwar nicht zu sein, dafür aber mit gutem Schwierigkeitsgrad und verschiedenen Aufgaben - also nicht nur etwas für Kinder. Leider kommt das Spiel am 16. Oktober 2018 nur für Konsolen heraus. Deshalb werde ich wohl auf Starlink verzichten, spare mir damit aber vermutlich auch einen Haufen Geld, den ich sonst sicher für einige reale DLCs ausgeben würde. Dual Universe ist das letzte wirkliche Open-World-Game in meiner Liste und vielleicht auch das Ambitionierteste. Denn hier soll nahezu alles möglich sein. Ihr könnt Sachen bauen, abbauen, umbauen, handeln, fliegen und zu anderen Himmelskörpern reisen. Das alles im Multiplayer. Bisher habe ich zwar noch keine Kämpfe gesehen, aber vermutlich wird auch das auf die ein oder andere Weise möglich sein. Alles soll komplett persistent sein. Finanziert wird das gute Stück vermutlich mit einem Abo-Modell, was nicht jedem gefallen, aber eventuell perfekt für diese Art von Spiel geeignet sein dürfte. Selbst bezeichnet sich das Spiel als The Civilization Building MMO. Wenn es diesem Namen gerecht wird, dann ist es mir definitiv einen Blick wert. Die erste Alpha soll im November 2018 an den Start gehen und der vollständige Release ist für die zweite Hälfte von 2020 angesetzt. Nun aber mal zu den eher story-basierten Spielen. Hier muss man einfach Life is Strange 2 nennen. Zwar muss ich gestehen, dass ich den ersten Teil nur als Let's Play gesehen, doch dieses sehr genossen habe. Da es sich beim zweiten Teil aber ohnehin um eine vollkommen eigenständige Geschichte handelt, sollte es auch Quereinsteigern seine Tiefe offenbaren können. Das Zeitreise-Feature fällt zwar weg, aber es soll wohl adäquaten Ersatz geben. Wenn das stimmt und mich die Charaktere packen, dann stehen ein paar entspannten, emotionalen Abenden nichts mehr im Wege - außer natürlich die ganzen anderen Games dieser Liste. Mit dem Veröffentlichungs-Datum vom 27. September 2018 liegt Life is Strange 2 aber schon mal ziemlich weit vorne. Außerdem kann man sich bis dahin nochmal das ohnehin kostenlose The Awesome Adventures of Captain Spirit anschauen. Für mich etwas überraschend kam The Dark Pictures Anthology: Man of Medan daher. Man of Medan ist dabei nur die erste von mehreren eigenständigen Horror-Szenarien dieser Reihe. Eigentlich bin ich kein großer Horror-Fan, doch das Spiel sieht gut aus, spielt sich anscheinend sehr flüssig und die Entscheidungen des Spielers sollen die Geschichte beeinflussen. Die Laufzeit dieses spielbaren Filmes soll etwas kürzer ausfallen und das finde ich gar nicht so schlecht - so freue ich mich auch hier auf ein paar schön gruselige Stunden vor dem Fernseher. Erscheinen wird das Game aber wohl nicht mehr in diesem Jahr. Zum Beginn der Gamescom hatte ich kaum ein Strategie-Spiel auf meiner Vorfreude-Liste, doch auch hier kamen einige Überraschungen um die Ecke. Angefangen mit Anno 1800, welches einige Veränderungen mit sich bringt, doch seinem Spielgefühl offenbar treu bleibt. Ich freue mich schon darauf ab dem 26. Februar 2019 wieder neue Inseln zu besiedeln - zumal mein letztes Anno-Spiel schon geraume Zeit zurückliegt. Siedeln könnt ihr Ende 2019 ebenfalls im Reboot von Die Siedler. Die Detailverliebtheit und das Gameplay konnten für mich bei diesem Strategie-Klassiker wirklich punkten - zumindest, wenn das fertige Spiel mit dem bisher gezeigten Material mithalten kann. Bis dahin kann man seine Siedellust unter anderem mit der Die Siedler: History Collection stillen, denn diese kommt bereits am 15. November 2018 heraus und enthält alle bisherigen Die Siedler-Games. Ein weiteres Spiel mit Insel-Aufbau-Thematik ist Tropico 6. Mit dem fünften Teil hatte ich viel Spaß und so sehe ich nun dem Sechsten freudig entgegen. Fraglich ist nur, ob mir die Neuerungen ausreichen, um mir Tropico 6 neben all den anderen schönen Strategie-Titeln zum Release im Januar 2019 zu holen. Der Humor ist allerdings eines der Alleinstellungsmerkmale. Irgendwie angesprochen hat mich übrigens das vielleicht eher unscheinbare Desperados III, dessen Vorgänger ich nicht kenne. Top-Down ein paar Helden durch eine Wild-West-Stadt steuern und gefährlich Aufträge erfüllen, indem man Informationen sammelt und taktisch klug agiert? Klingt gut. Wenn ich Zeit und Geld übrig habe, dann könnte Desperados III sich vielleicht 2019 auf meinem Computer wiederfinden und stundenlang gespielt werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich dort dann ebenfalls Mount & Blade 2: Bannerlord befinden. Bisher habe ich noch nie Mount & Blade gespielt, doch es schon seit einiger Zeit mit Interesse angesehen. Wenn bald der zweite Teil herauskommt, dann würde ich mich gerne in diese Welt vertiefen und mit meinem Charakter die Lande durchstreifen. Ich glaube, dass man sich in dieses Game erstmal einarbeiten muss, dann aber sehr viel Spaß damit haben kann. Möglichkeiten bietet einem das Spiel viele. Man kann in dieser mittelalterlichen Welt kämpfen, Einheiten kommandieren, handeln, erobern, aufleveln und mehr. Mount & Blade 2: Bannerlord spricht mich sehr an und ich freue mich darauf es spielen zu können - auch wenn ich darauf wohl noch eine Weile warten muss, denn 2018 kommt es noch nicht auf den Markt. Weniger überraschend war ein neues Total War. Das ganze spielt dieses Mal in China und heißt Total War: Three Kingdoms. Das Setting spricht mich zwar nicht allzu sehr an, aber was mich besonders wenig anspricht sind die wenigen Neuerungen bei den Schlachten - außer den Helden habe ich da nämlich kaum etwas erkannt, das es so nicht schon in vorherigen Teilen gab. Genaueres wird sich hier zwar erst im fertigen Spiel 2019 zeigen, aber bisher kam es mir im Generellen eher unübersichtlich und wenig verbessert vor. Zur Kampagnen-Map ist noch kaum etwas bekannt, doch hier denke ich, dass sie sich, wie auch in den Teilen zuvor, weiterhin verbessern und die Übersichtlichkeit gut halten. Letztendlich bleibt abzuwarten wie sich das vollendete Spiel schlägt. Und mit "vollendetes Spiel" meine ich die Grundversion, bevor die 20 obligatorischen DLCs erscheinen, welche Faktionen ins Spiel bringen, die bereits zu Beginn hätten enthalten sein sollen. Was man Total War jedoch zugute halten muss ist, dass sie konstant gut sind - mal etwas besser, mal etwas schlechter, aber in jedem Fall einen Blick wert, wenn man die vorherigen Teile mochte. Ebenfalls interessant könnte Trough the Darkest of Times werden. Das erste Spiel, das Hakenkreuze in Deutschland abbilden darf, weil diese helfen die geschichtlichen Geschehnisse abzubilden und das Spiel sozusagen als Kunst gilt. Doch darauf möchte ich hier gar nicht allzu genau eingehen - mich reizt Trough the Darkest of Times nämlich nicht deswegen, sondern wegen seinem dunklen, gut gewählten Stil und dem Prinzip die Vergangenheit in einem packenden Strategie-Spiel aufzuarbeiten. Hier leistet man Widerstand gegen Nazis, aber (soweit ich weiß) komplett ohne Waffengewalt. Damit sticht Trough the Darkest of Times neben großen Shootern wie Wolfenstein, Call of Duty oder Battlefield hervor und zieht thematisch ernstere Seiten auf. Die Veröffentlichung scheint 2019 angedacht zu sein. Wo ich schon dabei bin, mache ich doch gleich mit Battlefield 5 weiter. Nachdem ich Battlefield 1 übersprungen hatte, welches ja bekanntlich nach Battlefield 4 folgte, machen wir nun mit Battlefield 5 im zweiten Weltkrieg weiter. Ich verlasse mich hier auf einen soliden Ego-Shooter mit gutem Gunplay und teilweise zerstörbaren Maps. Eigentlich hielt ich mich in letzter Zeit aus Multiplayer-Shootern raus, habe jetzt aber doch wieder Lust und versuche mein Glück ab dem 19. Oktober 2018 mit dem neusten Teil einer meiner liebsten Shooter-Reihen. Eine Woche davor am 12. Oktober 2018 kommt ein anderer beliebter Ego-Shooter raus. Dieser hört auf den Namen Call of Duty: Black Ops 4. Das neuste Spiel der Call of Duty-Reihe wartet mit sehr viel Action, verschiedensten Waffen und coolem Equipment auf. An sich zwar nicht schlecht, aber ich genieße auch gerne die seichte Singleplayer-Kampagne von AAA-Shootern, welche diesmal leider komplett fehlt. Ich schaue mir also die Reviews an und entscheide dann, ob mir das Multiplayer-Only-Konzept zusagt. Übrigens gibt es sowohl in Battlefield 5, als auch in Call of Duty: Black Ops 4 einen Battle-Royale-Modus. Manche mögen es als reines Trend-Gimmick sehen, doch ich freue mich über den zusätzlichen Spielmodus und denke, dass er gut in diese großen Ego-Shooter passt. Jetzt zu einem Third-Person-Shooter dessen ersten Teile ich nie gespielt habe, es aber eigentlich wollte. The Division 2 wartet ab dem 15. März 2019 mit einigen Verbesserungen auf, aber beansprucht wahrscheinlich viel Zeit und hat mich gleichzeitig noch nicht wirklich am Haken. Überaus bunt, knallig und schnell kommt übrigens Rage 2 daher. Den ersten Teil hatte ich damals von einer London-Klassenfahrt mitgebracht. Früher hat mich die Grafik begeistert und das Gameplay einfach Spaß gemacht. Vor allem der ikonische Bumerang sorgte bei mir für viel Freude im Spiel. Hier muss ich ausgiebige Reviews abwarten, um zu sehen, ob mich dieser Shooter im Juni 2019 noch einmal so mitreißen kann. Nun noch zu ein paar anderen Games, angefangen mit dem neusten Ableger von Trails. Allerding möchte ich zu Trails Rising gar nicht allzu viel sagen. Sieht wie Trials aus, scheint sich wie Trails zu spielen. Wenn die Strecken dieses Motorrad-Parkours geil sind und der neue Tandem-Modus gut funktioniert, dann freue ich mich darauf mich mit meinen Freunden zu messen oder mit ihnen gemeinsam auf einem Tandem-Motorrad die Strecken unsicher zu machen. Damit muss ich mich allerdings noch bis zum Februar 2019 gedulden. Spannend könnte auch Hitman 2 werden. Dort wird alles wie immer sein - nur besser. Mir hat der erste Teil gefallen und sollte ich diesen irgendwann zu genüge gespielt haben, dann ist Hitman 2 am 13. November 2018 sicher eine lohnende Investition. Etwas skeptischer bin ich hingegen bei X4: Foundation. Nachdem ich mit dem Vorgänger X: Rebirth nicht allzu viel Spaß hatte, mir das eigentliche Konzept dieser Reihe aber gut gefällt, halte ich die Augen und Ohren offen. Die bisher angekündigten Neuerungen gefallen mir und so könnte ich noch dieses Jahr um ein gutes Space-Game bereichert werden. Gut vorstellen könnte ich mir auch, in die Welt von One Piece einzutauchen. Zwar habe ich den Anime kaum gesehen und den Manga nie gelesen, aber One Piece World Seeker versprüht einen gewissen Charme. Ob das Spiel mich damit und mit seinem Gameplay in diese andere Welt ziehen kann, das erfahre ich vielleicht noch 2018. Ebenso erwähnenswert finde ich Soul Calibur 6, welches nicht nur mit Geralt von Riva als spielbarem Charakter aus dem The Witcher-Universum lockt, sondern offenbar auch mit einem ausgeklügeltem Kampfsystem glänzt. Da ich aber eigentlich keine Prügler spiele, weiß ich noch nicht, ob ich damit am 19. Oktober 2018 anfange. Als letztes möchte ich noch etwas zum Resident Evil 2 Remake sagen. Bisher habe ich zwar schon viel zu den Resident Evil-Spielen gesehen, aber noch keines selbst gezockt. Das Remake des zweiten Teils sieht allerdings so gut aus und wurde anscheinend auch so stark verbessert, dass es für mich ab dem 25. Januar 2019 einen Blick wert ist - auch wenn ich normalerweise gerne Klassiker auf ihren ursprünglichen Konsolen nachhole, statt aufgehübscht auf neuer Hardware. Bequemer, angenehmer und schöner ist aber vermutlich die erneuerte Version. Es gibt also eine Menge interessante Spiele in der kommenden Zeit und dabei habe ich nur solche genannt, die auf der Gamescom in irgendeiner Weise vertreten waren - und davon nicht ansatzweise alle. Wir leben anscheinend in einer guten Zeit für Gamer, denn es gibt nicht nur negative Entwicklungen in der Branche, wie Lootboxen und verbuggte oder immer gleiche Games. Im Gegenteil: Es gibt viele hochwertige, kreative, hübsche, spaßige und innovative Spiele. Damit will ich nicht sagen, dass meine Spieleauswahl diese Sparte zwangsläufig repräsentiert, aber dass man sich weiterhin auf geile Games und schöne Events für Gamer freuen kann. Ich hoffe ihr konntet auch den ein oder anderen Titel für euch entdecken und habt eine schöne Zeit mit den kommenden Games. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Film | Extinction
Ep. 06

Film | Extinction

Achtung, Spoiler! || Worum geht es in Extinction? Wie der Titel es vielleicht vermuten lässt: Um Auslöschung. Was wir ausgelöscht? Anscheinend die Menschheit. Doch erstmal fängt alles mit dem relativ normalen Alltag vom etwas bedrückten Vater [...] Achtung, Spoiler! Worum geht es in Extinction? Wie der Titel es vielleicht vermuten lässt: Um Auslöschung. Was wir ausgelöscht? Anscheinend die Menschheit. Doch erstmal fängt alles mit dem relativ normalen Alltag vom etwas bedrückten Vater und Elektriker Peter an. Diese Hauptfigur des Films hat einige, sein Leben störende Visionen von einer schrecklichen Invasion. Am Anfang war ich mir wirklich nicht sicher, ob der Film ein Familiendrama sein wird und diese Visionen tatsächlich reine Einbildung sind oder die Story in Richtung Matrix geht, wo sich bald herausstellt, dass er gefangen in einer Illusion lebt und Flashbacks zur Realität hat. Wie sich später rausstellte lag ich gar nicht mal so falsch mit diesen beiden Gedanken. Aber im Kern geht es doch um die stattfindende Invasion. Denn genau im richtigen Moment schlägt Extinction von einem rätselhaften Drama auf ein bedrückendes Invasionsszenario um. Plötzlich, ein greller Blitz am Himmel - ein flammender Meteor stürzt zur Erde. Eigentlich eher viele kleine Landungsschiffe. Es zeigen sich epische Bilder in der Großstadt und ein spannender, stets beklemmender Kampf um's Überleben beginnt. Das Design der Invasoren hat mir zwar eher weniger zugesagt, da sie zu menschlich wirkten und offenbar merkwürdige Anzüge trugen, aber auch hier wurde zumindest einer der Punkte später erklärt. Mir hat es gefallen, dass der Protagonist Peter, der ja schon vorher durch seine Visionen mental etwas vorbereitet war, nicht sofort zum großen Helden wird. Auch er ist mit der Situation überfordert und versucht nur seine Familie zu retten. Zum Glück hat er einen Plan: auf zu seinem Arbeitsplatz, der sicherste Ort der ihm einfällt und zu dem ihm seine Visionen leiten. Auf seiner Flucht kann er sogar ein paar der unheimlichen, geheimnisvollen Invasoren töten. Im Nahkampf schafft er es sogar einem sehr hartnäckigen Verfolger das Helmvisier zu zerschlagen. Jetzt ergibt es auf einmal Sinn, dass die Aliens so menschlich wirken - denn es sind offenbar Menschen. Glücklicherweise spricht der besiegte Feind sogar die selbe Sprache. Natürlich tötet Gutmensch Peter ihn nicht, sondern lässt ihn seine schwer verwundete Frau tragen. Auf diese Weise kann Peter bewaffnet bleiben und muss seine Frau dabei nicht zurücklassen. So wird der Feind irgendwie zum Helferlein. Leider lebt der Film sehr von seinen Twists. Ich muss zugeben, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch dachte, dass die Enthüllung der Identität der Invasoren die einzige große Wendung sein würde, doch zum zweiten Höhepunkt komme ich gleich noch. Erst nochmal kurz zum komischen Anzugdesign der menschlichen Invasoren: Warum? Ich hatte nicht das Gefühl, dass diese Rüstungen besonders praktisch wären. Eine kleine Erklärung wäre nett gewesen. So hatte ich das Gefühl, dass diese organisch wirkenden, mit Kugeln übersäten Riesenstrampler mit merkwürdigen Schuhen nur dafür gedacht waren, den Zuschauer möglichst lange zum Narren zu halten. Es gibt von mir aber einen Pluspunkt dafür, dass hier viel auf handgemachte Kostüme und nicht so sehr auf CGI gesetzt wurde. Sie kommen dann also beim Arbeitsplatz von Peter an und werden dort nett von bewaffneten Widerständlern begrüßt und mit in die schützenden Räumlichkeiten geführt. Alle Überlebenden sollen schnell mit einer alten U-Bahn evakuiert werden, damit bald von einem entfernten Ort zum Gegenschlag ausgeholt werden kann. Doch leider geht es der Frau von Peter inzwischen noch schlechter und niemand scheint ihr helfen zu können. Doch der ursprünglich feindliche Invasoren-Soldat, den Peter mitgebracht hat, offenbart unter Druck, dass er helfen kann. Da das anscheinend die letzte Chance ist seine Frau zu retten, willigt Peter ein. Jetzt kommt der zweite große Twist: Offenbar ist seine Frau eine synthetische Lebensform. Und nicht nur sie, sondern anscheinend auch alle anderen Erdbewohner. Peter ist geschockt von seiner mechanischen Anatomie, will seiner Liebe aber natürlich trotzdem helfen. Also lässt er sich mit seiner Frau durch ein herumliegendes Kabel verbinden und überträgt ihr Energie. Inzwischen klärt ihn sein neuer Verbündeter über die Vergangenheit und die Beweggründe hinter der Invasion auf. Gestützt wird die Vergangenheitsaufbereitung durch Flashbacks von Peter. Hier die Kurzfassung: Menschen bauen Synths. Synths sind quasi Arbeitsmaschinen. Arbeitsmaschinen entwickeln Emotionen. Menschen haben Angst vor Maschinen mit Emotionen. Menschen fangen an Synths zu jagen. Synths wehren sich und vertreiben die Menschheit. Menschheit kehrt nach ungefähr 50 Jahren auf dem Mars auf die Erde zurück, um sie zurückzuerobern. Jetzt fragt man sich vielleicht, warum die Synths auf der Erde das nicht mehr wussten. Keine Sorge, dafür gibt es eine ganz logische Erklärung. Denn was machen die Synths mit ihrer neu gewonnen Freiheit und Emotionen? Klar, sie löschen alle ihre Erinnerungen und ersetzen sie durch Erinnerungen an ein rein menschliches Leben. Dann gehen sie einfach ihrem Alltag nach. Seit 50 Jahren. Hier bewahrheitet sich der Gedanke: Man muss seine Vergangenheit kennen, um Fortschritt zu machen. Und diese Synths wussten nicht einmal was sie sind. Sie haben sich zu einem Leben in Unwissenheit entschieden und sich quasi selbst versklavt. Natürlich taten sie dies, um die schrecklichen Dinge zu vergessen, die sie den Menschen angetan haben und die ihnen angetan wurden, aber damit legten sie sich selbst in Ketten und begrenzten ihre Möglichkeiten. Doch sie waren nicht ganz unvorbereitet auf die Invasion. Denn einige wenige von ihnen haben sich nicht zurücksetzen lassen und ihre Erinnerungen behalten. Die einzige Person von der man sicher weiß, dass sie eine dieser wissenden Synths ist, ist der Chef von Peter - die einzige Machtperson, welche man im Film kennen lernt. Für mich hat das ein ungutes Gefühl hinterlassen. Eine Person die seit 50 Jahren andere Personen anführt und die Gehirne ihrer Angestellten offenbar regelmäßig überschreiben lässt, damit diese ihr normales Leben weiterführen und effektiv Arbeiten können. Klingt für mich nach einer Art Diktatur. Leider kann ich das weder bestätigen, noch widerlegen. Es ist lediglich eine Vermutung meinerseits, da man nie einen Regierungsvertreter oder ähnliches sieht. Egal wie man es dreht und wendet: Der Großteil der Bevölkerung wird unwissend gehalten und kann sich somit nicht wirklich weiterentwickeln. Das lässt sich vielleicht schon damit begründen, dass die Synths denken, dass sie Menschen sind und auch Kinder großziehen, aber die Kinder nie älter werden. Also muss spätestens alle paar Jahre die gesamte Familie und am besten auch Freunde und Verwandte gleichzeitig zurückgesetzt werden. Allerdings sind diese Gedankengänge vielleicht etwas unfair gegenüber den Intentionen des Filmes. Die sind vermutlich: Gute Bilder, Drama, Spannung und Überraschung. Das hat er für mich definitiv erreicht. Trotzdem hat mir diese Lücke an Hintergrundinformationen der Synth-Gesellschaft den Film irgendwie versaut. Ein Film ist manchmal stärker, wenn er auf solche Wendungen verzichtet. Denn diese senken den Wiedersehwert enorm. Quasi ab der Hälfte des Filmes weichen die starken, emotionalen Szenen, erklärenden Dialogen die große Geheimnisse enthüllen und mich überraschen sollen. Überrascht war ich zwar, aber nur bis die Unzufriedenheit in mir hoch kam. Den Anfang des Films kann ich sicherlich noch einmal genießen, aber die zweite Hälfte würde mich dann sicher langweilen. Als seine Frau schließlich aufwacht, weiß sie wie durch ein Wunder plötzlich alles, was Peter eben erfahren und an das er sich erinnert hat. Warum es für die Story nötig war, dass seine Frau das alles weiß, ist mir nicht klar, aber vielleicht kann man es mit einer Datenübertragung durch das Kabel erklären, mit dem sie immer noch verbunden waren. Der Invasoren-Soldat hat inzwischen erkannt, dass die Synths eigentlich ganz cool sind und er sie nicht mehr unbedingt erschießen will und Peter und seine Frau rennen schnell zur U-Bahn. Die Bahn fährt zwar schon, doch im letzten Moment kommen die beiden um die Ecke, mit einer Menge feindlicher Soldaten hinter ihnen. Sofort stoppt die Bahn, die beiden steigen ein und alle fahren sicher weg. Zumindest wäre das irgendwie logisch gewesen. Denn eigentlich war es so: Die Bahn hält an, die Kinder der beiden rennen heraus und auf ihre Eltern zu. Dann umarmen sie sich extra lange vor dem Zug, während die feindlichen Soldaten aufholen und sich positionieren. Der Chef von Peter kommt aus dem Zug, um sie rein zu begleiten und wird dabei fast erschossen. Das mit der Umarmung hätte man wirklich auch in der Bahn machen können. Damit, dass das Geschütz hinten am Zug Feuerschutz hätte geben können, will ich gar nicht erst anfangen. Aber was soll's. Der Anfang von Extinction hat mir echt gefallen. Mitreißende Stimmung, super Schauspiel, toller Aufbau und beeindruckende Bilder. Hätte der Film etwas bodenständiger weitergemacht, dann hätte er etwas großes werden können. So reiht er sich neben Filmen wie Matrix 3 ein, statt neben Matrix 1 oder als Familiendrama-Version von Cloverfield. Allerdings weiß ich auch, dass ich kleinere Ungereimtheiten in Filmen manchmal zu kritisch sehe. Es hat mich einfach traurig gemacht einen neuen potenziellen Lieblingsfilm so zu Ende gehen zu sehen. Solltet ihr ihn erst anschauen, nachdem ihr das alles von mir gehört habt, dann versucht es während des Ansehens auszublenden. Wenn ihr den Film für mich argumentativ retten könnt, dann tut das bitte in den Kommentaren. Es ist für mich wie mit Star Wars Episode 8 - ich will ihn lieben, aber ich kann es einfach nicht. Wie es heutzutage Mode ist, lässt sich der Film natürlich ein offenes Ende, damit man einen zweiten Teil drehen kann. Die wichtigsten Charaktere leben noch und die Invasion ist im vollen Gange. Tatsächlich wünsche ich mir sogar einen zweiten Teil. Dort kann man dann auf die Probleme der Synth-Gesellschaft und die Fehler der Menschheit eingehen - vielleicht gibt es sogar ein Happy-End. Sollte das so eintreten, dann streicht meine Kritikpunkte und tragt Extinction in meine Favoriten-Liste ein. Bis dahin, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Game | Kerbal Space Program
Ep. 05

Game | Kerbal Space Program

"Was soll das denn sein?", werden sich bei diesem Spieltitel sicherlich einige fragen. Dann antworte ich: "Eine lustige Raumfahrt-Simulation!" [...] "Was soll das denn sein?", werden sich bei diesem Spieltitel sicherlich einige fragen. Dann antworte ich: "Eine lustige Raumfahrt-Simulation!" Kerbal Space Program (abgekürzt: KSP) ist ein harter, trotzdem lockerer Simulator, mit der richtigen Prise Humor. Dieser wird zwar fast ausschließlich durch Beschreibungstexte vermittelt, verhindert allerdings, dass das Spiel zu ernst wird. Stellt euch vor ihr seid ein Kind, das versucht mit einer Feuerwerksrakete einen Luftballon zu treffen. Nur, dass ihr die Rakete selbst entwerft und der Ballon ein Himmelskörper ist. Das ganze macht unheimlichen Spaß, erfordert aber auch, dass man sich mit der Materie auseinandersetzt. Wenn man den Karriere-Modus als neuer Spieler das erste Mal startet, dann ist man vermutlich überfordert. Zum Glück findet man im Internet genügend Tutorials, falls einem das Spiel nicht ausreichend Hinweise liefert. KSP hat eine steile Lernkurve und bietet auch für erfahrene Spieler immer noch Herausforderungen. Ob es nun darum geht eine Raumstation im Orbit zu errichten, was vermutlich einige Rendezvousmanöver, Andockvorgänge und gute Vorausplanung erfordert oder darum auf einem anderen Himmelkörper zu landen - einfach war die Raumfahrt noch nie. Es verhält sich hier wie bei Dark Souls: Leicht ist es nicht, aber machbar. Wenn ihr es nicht schafft, dann seid ihr in der Regel selbst daran Schuld. Wenn ihr es aber schafft, dann gehört der Erfolg auch ganz euch. Ich kann euch sagen, dass es ein gutes Gefühl ist seine Ziele in diesem Spiel irgendwann zu erreichen. Wenn man das erste Mal mit einem Kerbal (so heißen eure Astronauten) den Mond ihres Heimatplaneten betritt, dann ist das eine wahre Errungenschaft. Noch besser ist es, wenn der kleine Raumfahrer es auch wieder zurückschafft. Vorausgesetzt, dass ihr seine Rückreise überhaupt eingeplant habt. Wenn nicht, dann könnt ihr jetzt eine Rettungsmission planen oder ihn eben einfach von dort aus die Sterne ansehen lassen. Wenn ihr im Karriere-Modus weiter voran geschritten seid oder sowieso im Kreativ-Modus spielt, dann sind eure Ziele meist noch größer. Plötzlich wollt ihr eine Basis auf einem ganz anderen Planeten bauen, Rover hinschicken und den Weltraum-Tourismus vorantreiben. Dann sind womöglich Satellitennetzwerke und wesentlich besser konstruierte Raketen nötig. Natürlich müsst ihr auch nach und nach Informationen über das gewünschte Ziel sammeln. Gibt es dort eine Atmosphäre? Wie hoch ist die Anziehungskraft? Gibt es dort Wasserflächen? All das muss bedacht werden, wenn man sicher landen möchte - meistens sammelt man allerdings auch hier einfach Erfahrung durch das Ausprobieren. Natürlich könnte man sich auch alles Wissenswerte aus dem Internet ziehen, aber wo bliebe denn da der Spaß am Erkunden und Erforschen? Zugegeben: Manchmal spart das Internet einem auch einfach eine Menge Zeit bei diesem ohnehin schon zeitintentsiven Spiel. Letztendlich geht es bei KSP um Problemlösungen. Wie schaffe ich es mit dem vorhanden Treibstoff, Teilen, und Limitierungen, die selbst gesetzten Ziele zu erreichen? Ein Spiel, dass Physikkenntnisse voraussetzt oder diese durch Scheitern in euren Kopf hämmert. Doch glaubt mir, egal wie lange ihr spielt: Irgendwann explodiert immer irgendetwas. Das verleiht dem Spiel allerdings auch einen gewissen Charme. Es nimmt sich selbst nur so ernst, wie man es selbst nehmen will. Ihr könnt außerdem problemlos Cheats und Mods verwenden, um das Spiel euren Wünschen näher zu bringen. Der wohl am weitesten verbreitete und wichtigste Mod überhaupt heißt MechJeb. Ohne den geht eigentlich gar nichts. Zumindest, wenn ihr komplexere Dinge in kürzerer Zeit durchführen und etwas automatisieren wollt. MechJeb wird euch garantiert nicht die komplette Arbeit abnehmen, aber er unterstützt euch - zum Beispiel bei der Navigation eurer Raumschiffe, Andockvorgängen und Landungen. Dadurch werden oft Projekte vereinfacht, die man vorher nur schwer zu bewältigen glaubte. Am besten beherrscht man die Navigation und Eingaben trotzdem soweit, dass man im Notfall auch auf den Computer verzichten kann, falls im Karriere-Modus dann doch mal der Strom ausfällt und euer Pilot auf sich (und damit auf den Spieler) gestellt ist. Die selbstgebauten Feuerwerkskörper sind übrigens das kreative Herzstück von Kerbal Space Program. Es macht mir viel Spaß die teils kreativen, teils waghalsigen Projekte zu sehen, die mit den selbst konstruierten Flugzeugen, Raketen und anderen Gerätschaften umgesetzt werden. Dank Steam-Workshop ist es sehr einfach sich die Baupläne anderer Spieler herunterzuladen und sie selbst auszutesten oder seine eigenen Kreationen hochzuladen. Die Community rund um KSP ist ein Pool von verrückten und genialen Ideen. Damit wurde das Spiel zu einem großartigen Sandkasten für allerlei experimentierfreudige Raumfahrtbegeisterte. Letztendlich ist das Spiel nichts für jedermann. Man bekommt meiner Erfahrung nach nur so viel Spaß zurück, wie man Aufwand reinsteckt. Man muss wohl auch ein wenig auf physikalische Herausforderungen stehen und sich selbst Ziele setzten und organisieren können. Läuft das ganze aber erstmal, dann darf sich das gesamte Sternsystem auf viele grüne Besucher und Explosionen freuen. Mir gibt es jedenfalls immer ein gutes Gefühl, wenn ich eine schwierige Situation lösen und mein selbst gesetztes Ziel erreichen kann. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Serie | The Terror
Ep. 04

Serie | The Terror

Achtung, Spoiler! || Ich muss zugeben, eine Weile habe ich mich schon davor gedrückt The Terror anzufangen. Zwei Schiffe die im Eis feststecken? [...] Achtung, Spoiler! Ich muss zugeben, eine Weile habe ich mich schon davor gedrückt The Terror anzufangen. Zwei Schiffe die im Eis feststecken? Klar, irgendwann müssen bestimmt ein paar Menschen gegessen werden, aber reichen die sozialen Dramen aus, um mich bei der Stange zu halten? Offenbar haben sie das. Doch das ist nicht der einzige Pluspunkt dieser Serie. Es wirkt alles so real und anfassbar. Man wird schnell in die vergangene Epoche gezogen und auch wenn die stattfindenden Ereignisse eigentlich nicht zum Wohlbefinden beitragen, empfand ich die Stille und Weite der Eiswüste, die die Seemänner umgibt, irgendwie als beruhigend. Lasst euch nicht täuschen: The Terror - übrigens der Name eines der beiden eingeeisten Schiffe - ist definitiv kein Kinderkram. Es ist bedrückend und aufreibend den Überlebenskampf der Mannschaften zu beobachten. Vor allem da sie noch eine lange Zeit an den Erfolg ihrer Erkundungsreise glauben wollen. Man merkt, dass jede Entscheidung, die die Charaktere treffen, ihre Folgen hat. Die Serie stellt zudem immer wieder starke Kontraste dar - ob nun gesellschaftlich oder thematisch. Natürlich kommt die Serie bei mir nicht ohne ein paar Kritikpunkte durch. Lediglich zwei Dinge sind mir negativ in Erinnerung geblieben, ohne dabei das Bild von The Terror merklich zu verschlechtern. Zum einen bin ich kein großer Fan von mystischen Monsterwesen, die mit CGI in eine sonst so bodenständige Welt gepresst werden. Natürlich ergänzt das die Serie sinnvoll und die Story wäre ohne dieses Getier wohl etwas anders verlaufen. Trotzdem hätte ich gerne erfahren, wie sich alles ansonsten abgespielt hätte - zumal ich der Serie zuspreche, dass sie nicht von ihrem übernatürlichen Anteil lebt, sondern von den Konflikten zwischen und in ihren Charakteren. Man sieht also, dass das wirklich nur eine winzige Befindlichkeit meinerseits ist. So ist es auch mit meinem zweiten Kritikpunkt. Der bezieht sich auf das Ende der Serie. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass Captain Ross es zurück nach Hause schafft. Nagut, theoretisch findet er eine neue Heimat im Eis, aber seine Beweggründe dafür waren mir etwas schleierhaft - zumindest empfand ich diese persönlich als nicht stark genug. War The Terror also ein voller Erfolg? Wenn man mit dem eher gemächlichen Tempo der Serie klar kommt, auf kleine Actioneinlagen und tiefgehende Charaktere und deren Entwicklungen steht, dann ja. Natürlich sollte man auch Kunstblut und andere Schweinereien sehen können. Ich hatte meinen entspannten Spaß mit der Serie, die mir allerdings auch das ein oder andere Mal die Nerven kitzeln wollte. Das hat sie geschafft. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Game | Jurassic World: Evolution
Ep. 03

Game | Jurassic World: Evolution

Seit ich ein Kind war habe ich davon geträumt meinen eigenen Jurassic Park zu betreiben. [...] Seit ich ein Kind war habe ich davon geträumt meinen eigenen Jurassic Park zu betreiben. Ich war schon immer dino-begeistert und spielte oft und gerne mit meinen Plastikechsen, ging ins Museum und schaute mir den zweiten Teil von Jurassic Park immer wieder an. Leider entdeckte ich Jurassic Park: Operation Genesis erst, als dieses schon sehr in die Jahre gekommen war. Zwar probierte ich diesen geistigen Vorgänger von Jurassic World: Evolution irgendwann mal aus, aber er hielt mich nicht lange bei der Stange. Dann kam Jurassic World: Evolution. Nach meiner anfänglichen Skepsis, aufgrund der nicht wirklich erkennbaren Tiefe, zog es mich stundenlang in seinen Bann. Klar, allzu anstrengend, herausfordernd und management-lastig wird es nie - das muss es aber auch gar nicht. Sogar am PC steuere ich das Spiel am liebsten entspannt mit dem Controller und fühle mich dabei nie wirklich beeinträchtigt (und das bei einer Wirtschaftssimulation). Ich habe mich bei diesem Spiel selten so gefühlt, als ob ich ein strenger Manager und Planer bin, sondern eher, als ob ich den Park gerade selbst besuche, während ich ihn baue. Auch nach vielen Stunden im Spiel schaue ich mir meine Dinosaurier-Schöpfungen gerne und regelmäßig an, betäube die Ausbrecher und fahre mit dem Jeep umher. Vor allem, wenn es gerade nicht Probleme hagelt. Denn manchmal scheint auf einmal alles schief zu gehen. Wenn man diese schweren, hektischen Situationen dann aber überstanden hat, fühlt man sich umso erfolgreicher. Es war ja schließlich auch meine eigene Idee 20 Velociraptoren im Park zur Schau zu stellen (auch wenn diese natürlich nur durch eine überraschende Sabotage-Aktion frei kamen). Irgendwann kam zwar auch in mir der Wunsch nach etwas mehr Komplexität und End-Game-Content hoch, doch irgendwie starte ich das Spiel trotzdem gelegentlich und verbringe ein paar schöne Stunden auf der Inselkette. Denn letztendlich kann man immer etwas verbessern oder neu schaffen, Dinos ausbrüten oder gegeneinander antreten lassen. Die Missionen sind meistens ganz in Ordnung. Sie stechen nicht positiv heraus, fallen aber auch nicht weiter negativ auf. Sie ergänzen das Spiel einfach sinnvoll. Was das Spiel ebenfalls sinnvoll ergänzt hätte, wäre eventuell ein Tag-Nacht-Wechsel. Denn so wie es derzeit ist, haben wir genau eine Insel auf der ständig Nacht herrscht ("Winter is here.") und ansonsten dauerhaft sonnige Paradiesinseln. Mein Fazit? Dino-Liebhaber und Freunde seichterer Park-Simulatoren werden wohl ihren Spaß haben. Sollte man jedoch zu viel Tiefgang im Gameplay erwartet, dann wird man vermutlich bitterlich enttäuscht. Wenn Frontier Developments jetzt noch Content und Verbesserungen nachreicht, dann könnte Jurassic World: Evolution ein kleiner Klassiker werden. Mein Dino-Hunger ist hier auf jeden Fall mit dieser leckeren Gaming-Ziege gestillt worden. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Film | Solo: A Star Wars Story
Ep. 02

Film | Solo: A Star Wars Story

Achtung, Spoiler! || Ich war im Kino. Die Entscheidung stand zwischen Deadpool 2 und Solo: A Star Wars Story. Kurzerhand dachte ich mir, dass Star Wars im Kino wohl mehr vom Kinofaktor profitiert und ich wollte mir keineswegs die spoilergespickten [...] Achtung, Spoiler! (Obacht! Meine Meinung basiert auf wagen Erinnerungen.) Ich war im Kino. Die Entscheidung stand zwischen Deadpool 2 und Solo: A Star Wars Story. Kurzerhand dachte ich mir, dass Star Wars im Kino wohl mehr vom Kinofaktor profitiert und ich wollte mir keineswegs die spoilergespickten Reviews und Analysen der nächsten Tage und Wochen entgehen lassen. "Star Wars muss sein.", dachte ich. Solo war seit Jahren der erste Star Wars Film dessen Trailer ich im vorhinein angesehen habe. Ich bin kein Freund davon mir Trailer oder Teaser von Filmen anzusehen, die ich mir sowieso anschauen werde - meistens verraten diese für meinen Geschmack schon zu viel (aber das ist ein anderes Thema). Die Trailer und Teaser waren ganz gut und hatten mich auf eine falsche Fährte gelockt. Nach dem ersten Teaser nahm ich an, dass Han Solo am Anfang des Films Speeder-Rennen fahren muss - schlussendlich handelte es sich doch nur um eine einzige Verfolgungsjagd. Auf die übergeordnete Story konnte ich noch gar nicht schließen. Also bin ich relativ frisch und entspannt in den Film gehopst. Mit genügend Snacks und niedrigen Ansprüchen (durch The Last Jedi; ebenfalls ein anderes Thema) startete also das kleine Spektakel. Den kompletten Anfang fand ich relativ langweilig. Nicht falsch verstehen: hat mir gut gefallen, aber einige Wochen später kann ich mich an kaum Szenen erinnern. Das ist allerdings nicht so schlimm, da für mich einige spätere Begebenheiten umso einprägsamer waren. Han hat also irgendeine Lady namens Qi'Ra am Start und die beiden werden getrennt. Seine einzige Möglichkeit: beim Imperium anheuern. Wie geil ist das denn? Sofort kamen mir Erinnerungen an die Background-Story von Han hoch. Ich dachte mir: Super, jetzt sehen wir Han im Tie-Fighter und auf spannenden Mission für das Imperium - geprägt von Zweifeln und Auflehnung. Irgendwann rettet er sicher Chewbacca und dann holen sie gemeinsam Han's Kleine! Schnitt! Matsch. Doch ich war positiv überrascht. Zwar musste Han am Boden bleiben, doch die imposanten Bilder und die dichte Atmosphäre zogen mich in die düstere Kriegsszenerie. Imperiale Truppen kämpften gegen....gegen wen eigentlich? Ich weiß nicht, ob mir das das Gefühl der Bedrängnis und Unsicherheit geben sollte oder sie einfach vergessen haben zwischendurch auch mal eine gegnerische Stellung ins Bild zu fahren. Oder vielleicht überhaupt einen Gegner? Naja, geschossen wurde trotzdem - und zwar nicht zu knapp. Das hatte einen ganz speziellen, wunderbaren, dunklen, unwohlsamen Star Wars Flair. Schade fand ich, dass fast gänzlich auf die klassischen Sturmtruppen-Rüstungen verzichtet wurde. Ergab Sinn, hätte ich aber persönlich gerne hier und da gesehen (voller Matsch und demoliert). Dann trifft Han auch bald auf Chewie und die beiden verbrüdern sich. Mir hat da zwar der Teil mit "Han rettet Chewbaccas Leben und Chewie stellt sich deshalb in dessen Schuld" gefehlt, denn hier haben sie sich gegenseitig gerettet, aber das sollte wohl so sein. Ansonsten wäre Han wohl wirklich als Wookiee-Treiber durchgegangen - so sind es einfach zwei Bros. Passt. Tja, leider war es das auch schon mit cooler Action auf dem bedrückenden Schlachtfeld. Jetzt folgt die Standard-Action - so wie wir sie schon tausende Male gesehen haben. Ich war wirklich enttäuscht, dass man ein so besonderes Setting, dass in dieser Form in keinem anderen Star Wars Film gezeigt wurde, aufgibt, nur um dann mit einer Western-Schießerei auf einem Zug weiter zu machen. Leider konnte ich auch nicht wirklich mitfühlen, als Charaktere starben die ich seit gefühlt 5 Minuten kannte. Außerdem hatte ich währenddessen Zeit darüber nachzudenken, dass Han Solo offenbar eine ganze Weile bei den imperialen Streitkräften verbracht hatte. Es fiel mir schwer die vergangene Zeit einzuschätzen (ich hätte auch gerne mehr von der imperialen Ausbildung gesehen), aber ich dachte mir "Ist das wirklich die erste Gelegenheit Qi'Ra zu retten? Hat er wenigstens mit ihr über Whatsapp Kontakt gehalten? Wie lange hätte er noch bei den Imperialen weiter gemacht, wenn diese Banditen nicht das Schiff geklaut hätten? Besonders schwer schien dies ja nicht. Hätte Han auch alleine oder mit Chewie machen können." Hatte ich schon die Himmelshunde erwähnt? Das sind diese Konkurrenzbanditen die mitten im Film aus dem Nichts auftauchen. Immerhin haben die ein cooles Lego-Set bekommen, denn an Hintergrund mangelte es auch ihnen. Es kamen einfach immer mehr gesichtslose Charaktere dazu, die ich vorher nicht kannte und die vermutlich nie wieder auftauchen werden. Das bringt mich gleich zu meinem nächsten Punkt: ihr holt fucking Darth Maul aus der Kiste und dann nur in einem Hologramm am Ende des Films? Warum ist das nicht der Antagonist des gesamten Films? Entweder ganz oder gar nicht. Jetzt wirkt sein Auftritt wie ein "Hey! Schaut mal, hier ist ein Charakter den ihr gerne sehen würdet. Also bewertet diesen Film gut, damit ihr ihn in einer anderen Star Wars Story (vielleicht Solo 2?) sehen dürft." Den eigentlichen Oberbösewicht sah man meiner Meinung nach auch zu selten. Der war krass, keine Frage. Aber er hatte für mich einfach zu wenig direkten Impact auf der Leinwand. Dann stellt sich noch raus, dass Solo's Lady irgendwie böse ist, den vorherigen Schurken ersetzt und mehr habe ich mir auch nicht gemerkt. Was ich inzwischen darüber denke? Erst nochmal angucken, bevor ich den Film in eine Ecke dränge. Endlich weiß ich was der Kessel Run ist und der Film hat Stellenweise großen Spaß gemacht. Das hier ist natürlich auch keine ausführliche Review - sollte es auch nie sein. Ich wollte einfach ein paar meiner Gedanken rausballern und jetzt habe ich das Gefühl, dass diese doch eher negativ sind. Deshalb hier nochmal eine kleine Liste von positiven Punkten zum Abschluss: Lando ist gut gekleidet Der Rasender Falke sieht schick und frisch aus Action-Szenen sind gut umgesetzt Han's Waffe ist ein kleines Puzzle-Spiel Han Solo hat einen gut passenden Schauspieler (das war wichtig) Darth Maul ist cool Neue, interessante Schiff- und Fahrzeug-Designs Die Matsch-Schlacht-Atmosphäre Teilweise unterhaltsame Dialoge Einige spannende neue Charaktere (z.B.: L3-37, Tobias Beckett und Rio Durant) Ganz coole neue Lego-Sets Der Film hat mich stellenweise überrascht Star Wars! Yeahhhh! Bis bald, Euer Felix. Bildquellen (Einzelbilder der Collage): https://www.cnet.com/news/solo-a-star-wars-story-review-simple-fun-but-han-deserves-better/ https://en.wikipedia.org/wiki/Han_Solo https://uproxx.com/hitfix/lando-fan-favorite-solo-a-star-wars-story/ Besucht auch gerne meinen Blog.

Game | Kingdom
Ep. 01

Game | Kingdom

Kingdom ist ein kleines, feines Spiel mit angenehmer Pixel-Optik und ziemlich entspanntem Gameplay. [...] Kingdom ist ein kleines, feines Spiel mit angenehmer Pixel-Optik und ziemlich entspanntem Gameplay. Ende 2015 kam dieses Spiel heraus und zieht mich seitdem immer wieder in seinen Bann. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen ist da die Optik, welche ich als sehr angenehm zweckdienlich und hübsch empfinde. Außerdem ermöglichen die geringen Grafikansprüche auch das Spielen auf meinem alten, kleinen Office-Laptop. Dadurch war es manchmal eine meiner besten Optionen für eine kleine Arbeits-Pause oder unterwegs. Inzwischen habe ich einen etwas potenteren Laptop und trotzdem starte ich das Spiel immer noch. Damit komme ich auch schon zu den anderen Gründen. Fangen wir doch mit der Steuerung an. Diese kommt mit drei Tasten aus, egal ob ihr lieber mit dem Controller oder der Tastatur zockt. Ihr lauft links, ihr lauft rechts und ihr werft mit Münzen um euch - das ist alles. Das Gameplay lässt sich fast genauso beschreiben, wie die Steuerung: Links, Rechts, Münzen. Dabei bleibt Kingdom trotzdem durchweg fordernd. Es bekommt diese perfekte Mischung aus Entspannung und Herausforderung hin. Deswegen würde ich es schon jetzt als minimalistischen Klassiker bezeichnen (auch wegen seines zeitlosen Stils). Außerdem gibt es mittlerweile durch Kingdom: New Lands weitere Ziele. So versucht man immer wieder einige Münzen zu erübrigen, um ein Schiff bauen zu lassen, mit dem man dann auf einer anderen Insel neu anfangen kann. Ansonsten ist euer Ziel das Überleben eures Königreiches. Die ursprüngliche Fassung des Spiels wurde in Kingdom: Classic umbenannt. Falls ihr euch fragt was denn zum Untergang eures Reiches führen kann, dann lasst euch gesagt sein, dass es lästige, schwerer werdende Schergenhorden gibt. Diese versuchen gelegentlich nachts an euer Gold und eure Krone zu kommen. Falls ihr euch jedoch erfolgreich gegen die nächtlichen Angriffe erwähren könnt, eure Wirtschaft gut läuft und der Geldbeutel überquillt, dann fühlt ihr euch wie ein stolzer Herrscher. Aber manchmal flüchtet man dann doch gerne mit dem Schiff, bevor das Reich untergeht. Den Untertanen sagt man dann natürlich: "Ich bin nicht geflohen! Ich wollte nur wissen wo uns das Schiff hinbringt." Kingdom hat also, neben solchen Titeln wie Faster Than Light (FTL) oder Titan Souls, einen festen Platz unter meinen Wohlfühl-Gelegenheits-GoTo-Pixelgrafik-Spielen. Von mir gibt es deshalb jedenfalls eine klare Empfehlung, wenn man ohnehin auf derartige Games steht, nicht zu viel Nachdenken will (wie man es bei FTL müsste) und Fingerkrämpfe oder Wutanfälle vermeiden möchte (wie manchmal bei Titan Souls). Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.