EnterCast

EnterCast@entercast

0 followers
Follow

2019 episodes (4)

Serie | Another Life
Ep. 24

Serie | Another Life

Eine nicht wirklich gelungene Sci-Fi-Odyssee Bei einer neuen Sci-Fi-Serie die im Weltall spielt kann ich einfach nicht widerstehen. Auch Another Life stellte keine Ausnahme dar. Doch schon nach kurzer Zeit war mir bewusst, dass mir dieses Weltraumabenteuer noch weniger Spaß machen würde als der Crew der Salvare. Diese muss eine lange Reise bestreiten, um in einem anderen Sternensystem Kontakt zu Aliens aufzunehmen. Diese haben nämlich offenbar ein Artefakt auf die Erde geschickt und keiner weiß genau warum. Das Problem sind dabei weder das relativ schön gestaltete Interior des Raumschiffs oder die mittelmäßigen Effekte. Vielmehr leidet die Story daran, dass nahezu jeder Charakter andauernd dumme Entscheidungen trifft. In einer guten Geschichte werden den Helden Hindernisse in den Weg geworfen. In Another Life hingegen verursacht einer nach dem anderen katastrophale Probleme. Es wirkt so als ob niemand an Bord der Salvare auch nur einen einzigen Eignungstest absolviert hätte und ich frage mich, warum die Regierung einen solchen Trupp für den Erstkontakt ausgewählt hat. Zumindest der Grundaufbau rund um das Alien-Artefakt hat auf mich für einen Großteil der Serie halbwegs solide gewirkt. Doch auch dieser wird zum Ende hin zugunsten eines billigen Plot-Twists verworfen. Außerdem merkt man, wie die Serie gezwungen auf Zukunft getrimmt wurde. Jeder Aspekt sollte gesellschaftlich fortgeschritten und futuristisch wirken. Dadurch verliert man leider schnell den Bezug zur Serie - das liegt allerdings einfach daran, dass das was sie zeigen will einfach nicht mit dem zusammenpasst was sie letztendlich tatsächlich präsentiert. Man sollte beispielsweise keine starke KI mit ausgebildeter Selbstwahrnehmung etablieren, die plötzlich unter ein wenig Druck einknickt. Das sage ich in dem Wissen, dass diese KI noch mein liebster Charakter in der Serie war, deren Emotionen mich immerhin ein bisschen mitgenommen haben. Davon abgesehen waren meiner Meinung nach die Protagonistin Niko Breckinridge und ihre Tochter Jana die einzigen, die fast durchgehend nachvollziehbare Entscheidungen getroffen haben. Es ist fast so als ob Niko nur durch die Dummheit aller anderen zur Heldin gemacht werden sollte. Für mich hat Another Life einfach kontinuierlich wie eine mittelmäßige Comedy-Serie gewirkt, die sich selbst viel zu ernst nimmt. Deshalb war diese Serie leider weder lustig, noch konnte ich mit den Charakteren sympathisieren. Da hilft es mir leider nur wenig, dass die Serie im Weltall spielt. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Game | Kingdoms
Ep. 23

Game | Kingdoms

Vieles vereint: Bauen, Verwalten, Survival und Rollenspiel Kingdoms ist ein Aufbau-Survival-Rollenspiel im Early-Access und hat durchaus Potenzial. Das Besondere: Die NPCs haben ein Eigenleben. Sie bauen und besiedeln eigene Städte oder eine vom Spieler gegründete Siedlung. Einige leben auch als Banditen in kleinen Unterschlüpfen. Das hört sich erstmal toll an. Doch das Spiel wird derzeit noch von vielen Bugs geplagt. Wer aber darüber hinweg sieht und das Spiel mit seinen einfach zu durchschauenden Mechaniken mag, der kann hier voll auf seine Kosten kommen. Denn es macht durchaus Spaß eine Siedlung aus dem Boden zu stampfen und alles zu verwalten. Zumal man schnell dahinter kommt, wie alles funktioniert und abläuft - man fühlt sich so, als ob man wirklich die Kontrolle hätte. Das führt allerdings auch dazu, dass es selten wirklich spannend wird. Gerade weil man die vielen kleinen Unfeinheiten des Spiels für den eigenen Vorteil ausnutzen kann. Die Spielwelt wirkt, trotz eher hölzerner und buggender NPCs, irgendwie angenehm lebendig. Das Kampf- und Jagd-System ist zwar noch enorm verbesserungsfähig, aber die Bau- und Crafting-Mechaniken funktionieren gut. Der Survival-Aspekt macht mir hingegen nicht allzu viel Spaß, aber Essen und Schlafen sind in diesem Spiel letztendlich auch nicht unsagbar lästig. Allerdings kann es manchmal unkomfortabel sein, wenn man zum Skillen erst einen passenden NPC suchen muss. Denn jeder Siedler bietet nur eine bestimmte Fähigkeit an. Dann muss man noch genug Gold und Erfahrungspunkte mitbringen. Beides bekommt man für verschiedene Tätigkeiten und Missionen. Später im Spiel wird Vieles einfacher und man kommt durch Steuern und mehr Einwohner schneller an neue Fertigkeiten. Wer sich also in die Spielwelt versetzt und dadurch über die eher minimalistische Grafik hinwegsehen kann, der kann durchaus eine schöne Zeit mit dem Spiel verbringen - und man braucht durchaus viel Zeit. Über all das sollte man sich vor dem Kauf bewusst sein. Dann kann man aber durchaus ein bisschen Spaß mit Kingdoms haben, vor allem, wenn man sich seine Story selbst strickt und vorzugsweise eher auf die Liebe achtet, die in dem Spiel steckt, als auf das unfertige und unsaubere Gesamtbild. Ich bin gespannt darauf wie sich das Spiel noch weiterentwickelt und blicke dem späteren Release optimistisch entgegen. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Game | Yu-Gi-Oh! Legacy of the Duellist
Ep. 22

Game | Yu-Gi-Oh! Legacy of the Duellist

So macht mir Yu-Gi-Oh! auf dem PC Spaß Yu-Gi-Oh! Legacy of the Duellist ist eines der besten Yu-Gi-Oh!-Games, das ich je gespielt habe. Eine enorm große Auswahl an Karten, ein übersichtliches Spielfeld, ganz schöne Effekte und ein flüssiger Spielverlauf. Sogar die Musik kann sich hören lassen und die Soundeffekte sind klassisch gehalten. Auch die Story ist ganz nett verpackt, kann aber sehr einfach übersprungen werden. Vor allem gefällt mir die Funktion, die Kämpfe mit den speziell angelegten "Geschichte-Decks" zu spielen - also den Decks, die den Kartenzusammenstellungen der Anime-Charaktere nachempfunden sind. Das sorgt manchmal für eine größere Herausforderung und ein bisschen Nostalgie. An neue Karten kommt man relativ schnell, wenn man die Geschichte durchspielt und sich von der erhaltenen Ingame-Währung neue Booster-Packs kauft. Auch der Multiplayer funktionierte problemlos, auch wenn es bei mir manchmal dauerte Online-Gegner zu finden. Yu-Gi-Oh! Legacy of the Duellist ist für mich also ein sehr gelungener PC-Ableger des beliebten Sammelkartenspiels und ich freue mich auf viele weitere Duelle gegen NPCs und andere Spieler. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

Film | Glass
Ep. 21

Film | Glass

Nach Unbreakable und Split kam nun also der dritte Teil der düsteren Superhelden-Trilogie von M. Night Shyamalan. Auch hier wurde wieder mächtig viel wert auf überraschende Wendungen gelegt. [...] Nach Unbreakable und Split kam nun also der dritte Teil der düsteren Superhelden-Trilogie von M. Night Shyamalan. Auch hier wurde wieder mächtig viel wert auf überraschende Wendungen gelegt. Es gab gefühlt sogar mehr davon, als in in den beiden vorherigen Teilen zusammen. Zudem trifft er die Stimmung von Unbreakable und Split perfekt. Es ist ein rundes Gesamtwerk geworden, das düster, emotional und spannend zugleich ist. Die Charaktere verhalten sich durchgängig glaubhaft und versuchen, das aus ihren jeweiligen Perspektiven Richtige zu tun. Einerseits scheint man zu wissen, wer der Böse ist, andererseits zweifelt man, genau wie die Charaktere im Film, ständig an der Echtheit der eigenen Informationen. Eine fantastische Leistung aller Darsteller. Obendrauf zu diesem emotionalen Rätselspiel kommen noch der Nostalgiefaktor (wenn man an Unbreakable hängt) und starke Kampfszenen, die nicht über ihr Ziel hinausschießen. Bei so viel Positivem, kann man dem Film die wirklich kleinen Schnitzer verzeihen, die er vielleicht hat. Das einzige, was mir fehlte, war ein noch bombastischeres Ende. Da bin ich aber vielleicht einfach etwas anderes von Superhelden-Filmen gewohnt. Das hätte Glass vielleicht sogar emotionales Gewicht genommen. Das Ende hat mich auf andere Weise gepackt, als ich es erwartet hätte und das ist gut so. Abschließend kann ich sagen, dass diese Trilogie Chancen für ein neues Superhelden-Kino-Franchise eröffnet, das düsterer und schwerer ist, als seine Konkurrenten. Ich würde mich sehr freuen, wenn mehr Filmen in diesem Universum erscheinen würden - vorausgesetzt es endet nicht mit einer Flut von halbherzigen Ablegern. Glass hat mir das gegeben, was ich mir gewünscht hatte und dennoch etwas ganz anderes. Dafür respektiere ich den Film und freue mich darauf, ihn bald noch einmal anzusehen. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.